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Land lobt bürgerliches Engagement für ukrainisches Kinderkrankenhaus

Land lobt bürgerliches Engagement für ukrainisches Kinderkrankenhaus

Zum vierten Mal hatte Ministerpräsident Kurt Beck den Preis "Integration durch bürgerschaftliches Engagement" ausgeschrieben. Preisträger des Jahres 2011 wurde die Not- und Katastrophenhilfe Schöndorf/Heddert.

Heddert/Schöndorf. Insgesamt 56 Vorschläge und Bewerbungen hatte die Jury zu bewerten, dann standen die Sieger fest. Unter ihnen die Not- und Katastrophenhilfe Schöndorf/Heddert. Sie erhielt den Brückenpreis 2011 des Landes Rheinland-Pfalz und einen Unterstützungsbeitrag in Höhe von 2000 Euro.
Mit diesem Preis werden Projekte, Organisationen und Engagierte in Rheinland-Pfalz geehrt, die mit ihrem Engagement das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung, die Begegnung und den Dialog von Jung und Alt, das Zusammenleben mit den europäischen Nachbarn sowie die Integration von Menschen unterschiedlicher Herkunft fördern. Eines der geehrten Vorhaben ist die Hilfe für die onkologische Kinderstation des Regionalkrankenhauses in Sumy/Ukraine, ein Kooperationsprojekt zwischen dem Caritasverband für die Diözese Trier, der Not- und Katastrophenhilfe Heddert, der Antonia-Ruut-Stiftung aus Trier und verschiedenen Partnern in der Ukraine.
"Diese Vereine leben von der Initiative, der Kreativität und dem Engagement der Menschen, die sich für eine gute Idee einsetzen. Dieses bürgerschaftliche Engagement wollen wir sichtbar machen und anerkennen", sagte Ministerpräsident Kurt Beck bei der Preisübergabe. Der Brückenpreis solle die soziale Bindekraft solcher Ideen betonen und helfen, die Gesellschaft zusammenzuhalten.
"Im Jahr 2000 haben wir den Verein gegründet, und es uns zur Aufgabe gemacht, in Not- und Katastrophengebieten national und international zu helfen", erklärt Klaus Stüber, Vorsitzender der Katastrophenhilfe Schöndorf/Heddert. Jedes Jahr stelle sich der Verein in den Dienst einer karitativen Sache. Neben der Unterstützung des Krankenhauses in der Ukraine seien in der Vergangenheit Hilfsprojekte in Rumänien und im Iran unterstützt worden.
Auch in der Heimat sind die Mitglieder des Hilfsdienstes in Aktion. Der jährliche Nikolausmarkt im Innenhof der Burg Heid und Benefizkonzerte stehen auf dem Programm. "Wir nehmen gerne Sachspenden - etwa Kleidung oder Spielsachen -für unsere Transporte an", sagt Stüber. Hilfe von außen wird gerne angenommen. "Eine weitere Möglichkeit besteht darin, uns mit Geldspenden zu unterstützen." Zu den ehrenamtlichen Aktivitäten des Vereins gehören ferner Handwerkereinsätze vor Ort, die Beschaffung medizinischer Geräte oder die finanzielle Unterstützung von Familien mit kranken Kindern. In den vergangenen Jahren konnte so in dem Kinderkrankenhaus bei Tschernobyl die Sterberate von 80 auf 25 Prozent gesenkt werden.
"Dieser Preis ist für uns eine große Ehre und Anerkennung", sagt Stüber. "Er zeigt uns, dass sich Zusammenarbeit lohnt und wir auf dem richtigen Weg sind. Weiterhin motiviert er uns und die Spender, die uns unterstützen, dieses Projekt weiterzuführen." hm

Spendenkonto der Not- und Katastrophenhilfe Schöndorf/Heddert: Sparkasse Trier, Konto-Nr. 433094, BLZ: 585 501 30.