Lebendige Beziehungen

Vier kommunale Partnerschaften werden in der Verbandsgemeinde Hermeskeil, drei in Ortsgemeinden von Kell am See gepflegt. Wie haben sie sich entwickelt und welche Zukunft haben sie? Die "Motoren" dieser wichtigen Beziehungen geben Auskunft.

Hermeskeil/Kell am See. "Letztendlich sind wir zwar Deutsche, aber auch Europäer", lautete das Fazit des Arbeitskreises Hermeskeil-Saint Fargeau, als Susanne Eiden und Maria Pink Schülern aus Hermeskeiler und vom Collège im französischen Saint Fargeau die Partnerschaftsarbeit nahe brachten. Darüber und wie lebendig diese Partnerschaft ist, wird unter www.hermeskeil.st-fargeau.eu informiert.

Die Hochwaldstadt pflegt zudem noch eine zweite Beziehung. Seit März 2001 ist die Partnerschaft Hermeskeils mit dem polnischen Hel offiziell.

"Der Durst führte die Damfloser Wanderer Friedhorst Schu, Jörg Malburg und Theo Bier 1996 in eine Piesauer Gaststätte. So begann die Freundschaft mit diesem thüringischen Ort", verrät der Damfloser Ortsbürgermeister Franz-Joachim Wellenberg. Es wurde eine wunderbare Partnerschaft auf privater, Vereins- und Gemeindeebene.

Noch jung ist die Beziehung zum belgischen Attert, die zunächst auf Landkreisebene begann, weil es hier wie dort einen Naturpark gibt.

Die Beziehungen entwickeln sich gut und sollen 2010 in einer offiziellen Partnerschaft münden, wie Werner Haubrich von der Verwaltung in Hermeskeil mitteilt.

Erste Kontakte zwischen Vermenton im französischen Burgund und Zerf wurden bereits 1985 geknüpft. "Mangels Masse an interessierten Bürgern haben wir die Gemeinde Greimerath mit ins Boot geholt. Auch die Partner schlossen sich zu einem Interessenverbund zusammen", erklärt Klaus Roth vom Partnerschaftskomitee die "Doppelpartnerschaft". Inzwischen konnte schon das zehnjährige Bestehen gefeiert werden. Weitere Schüleraustausche sind geplant.

Der Lampadener Hans Muth und ein französischer Freund regten die Partnerschaft zwischen dem lothringischen Cocheren und Lampaden an, die im September 1985 geschlossen wurde. In vielen Besuchen auf Vereins- und Gemeindeebene wurde es eine sehr lebendige Beziehung. Ortsbürgermeister Ewald Hermesdorf betrachtet die Verpflichtung beider Seiten, immer wieder neue Impulse zu setzen, als Friedensarbeit.

Der Manderner Ortsbürgermeister Martin Alten freut sich schon auf die Feier zum 20-jährigen Bestehen der Partnerschaft mit Manderen in Frankreich. "Mit dem damaligen Pfarrer Jakobs sind wir nach einer Messdienerversammlung einfach mal dorthin gefahren", erinnert er sich. Zum Jubiläum soll diese Beziehung wieder neuen Schwung bekommen.