1500 Euro für das Brückenfest

Das Wein- und Brückenfest der Trittenheimer Jungwinzer, das seit Jahren an Pfingsten gefeiert wird, steht 2009 ganz im Zeichen des 100. Geburtstags der Moselbrücke.

 100 Jahre alt wird die Trittenheimer Brücke in diesem Jahr. Beim Wein- und Brückenfest der Jungwinzer gibt es ein besonderes Geburtstagsprogramm. TV-Foto: Ursula Schmieder

100 Jahre alt wird die Trittenheimer Brücke in diesem Jahr. Beim Wein- und Brückenfest der Jungwinzer gibt es ein besonderes Geburtstagsprogramm. TV-Foto: Ursula Schmieder

Trittenheim. (urs) Aufmerksam gemacht auf das Jubiläum haben die Jungwinzer, die am Pfingstwochenende immer zum Wein- und Brückenfest einladen. Und zwar "unter die Brücken" von Trittenheim, womit neben der eigentlichen Brücke auch ein noch erhaltener alter Brückenkopf gemeint ist. Da sich der Bau der Brücke in diesem Jahr zum einhundertsten Mal jährt, wollen die Winzer es dieses Mal nicht bei Angeboten wie Fährturm-Weinprobe, Riesling-Regatta und Winzer-Spielen belassen.

Anlässlich dieses Ereignisses soll bereits am Freitagabend ein Feuerwerk auf das Jubiläum einstimmen. Angedacht ist zudem, dass Besucher von Neumagen-Dhron und Leiwen aus mit dem Römischen Weinschiff zum Fest schippern können. Im Zentrum des Wochenendes wird eine Ausstellung mit historischen Fotos und Plakaten vom Brückenbau stehen.

Damit die Ausrichter des jährlichen Wein- und Brückenfestes diese besonderen Angebote auch schultern können, wird sich die Gemeinde an den Kosten beteiligen. Der Gemeinderat hat sich entschieden, einmalig 1500 Euro beizusteuern. Die Gemeinde erwartet, dass damit in erster Linie die Ausstellung und das Feuerwerk ermöglicht werden. Mit der Höhe des Betrages orientiert sich der Rat am Gemeinde-Zuschuss für den Ausrichter der Laurentius-Kirmes im August. Allerdings wird dieser Zuschuss jährlich bewilligt. Denn sonstet wäre es kaum möglich, einen Verein als Ausrichter zu gewinnen.

Dem einmütigen Beschluss voraus gegangen war eine kontroverse Debatte. In dieser wurde die Sorge um einen "Präzedenzfall" bekundet, der die Gemeinde künftig zu weiteren Zahlungen verpflichten könnte. Aus ähnlichen Überlegungen heraus fand die Feuerwerks-Idee zwar grundsätzlich Anklang. Sie weckte aber auch Befürchtungen, der Ausrichter der Kirmes könnte sich benachteiligt fühlen oder das August-Fest könnte ins Hintertreffen geraten. Nach eingehender Beratung formulierte Ortsbürgermeister Helmut Ludwig daher letztlich den Beschluss, mit dem sich alle anfreunden konnten.