Ansprechpartner für Arbeitgeber

Zum vielfältigen Leistungsspektrum des Service-Projektes "Mandala" zählt auch die Vermittlung von Arbeitslosengeld-II-Empfängern in feste Beschäftigungsverhältnisse. Die Projekt-Verantwortlichen appellieren daher an die Betriebe, sich bei der Besetzung offener Stellen auch an Mandala zu wenden.

Morbach. Die Erfolge des Service-Projektes "Mandala" (siehe Extra) sind offensichtlich. Dafür spricht schon die beständige Nachfrage nach den Diensten des Hauses. Angebote wie Wasch- und Putzservice, handwerkliche Arbeiten, An- und Verkauf gebrauchter Möbel oder die auf Landesebene ausgezeichnete Kinderbetreuung werden rege genutzt. Das für das Projekt verantwortliche Fachpersonal vergisst darüber aber nicht, dass es eigentlich um etwas anderes geht. Denn das Ziel ist, die derzeit 30 im Projekt arbeitenden Ein-Euro-Kräfte in ein Beschäftigungsverhältnis zu vermitteln. "Wir sind ein Beschäftigungsprojekt für Arbeitslosengeld-II(ALG-II)-Empfänger und damit auch Ansprechpartner für Arbeitsgeber", macht Michaela Schuhmacher deutlich. Die frühere Projekt-Leiterin unterstützt das Team mit ihrer Nachfolgerin Manuela Engel, Kinderhaus-Leiterin Bianca Prüm und dem Handwerker Günter Koziol seit einigen Wochen als Teilzeitkraft. Sie könnten genau beurteilen, wer welche Qualifikationen mitbringe und welche Defizite es gebe, betont Schuhmacher. Entsprechend "passgenau" könnten sie bei Bedarf auch sagen, ob und wofür ein Mitarbeiter sich eigne. Dennoch gehe es nicht vorrangig um die Vermittlung der auch im Haus geschätzten Beschäftigten, sondern darum, jemanden mit einem "passenden Profil" zu finden. Der Vorteil für den potenziellen Arbeitgeber sei, dass sein neuer Mitarbeiter vorerst weiter bei Mandala beschäftigt sei, was einen Betrieb ja auch vom Verwaltungsaufwand entlaste. In dem einen oder anderen Fall ist es laut Schuhmacher auch gelungen, einen ALG-II-Empfänger zu vermitteln. So etwa in den Lebensmitteleinzelhandel, in die Pflege oder als Servicekraft. Ein Beschäftigter habe sogar für Monate in eine Hausmeisterstelle vermittelt werden können. Häufig stünden einer Vermittlung jedoch Vorurteile im Wege. Dabei verfügten etliche Mandala-Kräfte über wertvolle Schlüsselqualifikationen. Außerdem seien die Befähigungen der Mandala-Kräfte nachweisbar. Wer sich im Haus bewährt habe, habe Qualifikationen unter Beweis gestellt wie Engagement, selbstständiges Arbeiten, Belastbarkeit, Konflikt- und Teamfähigkeit. Und nicht wenige seien auch mit Verwaltungsaufgaben vertraut oder sicher im Umgang mit Kunden.

Arbeitgeber, die sich an Mandala wenden, müssen daher nicht auf Bewerbungsunterlagen vertrauen. Folglich gibt es auch immer wieder Nachfragen von Betrieben, die Mitarbeitern ein dauerhaftes Beschäftigungsverhältnis in Aussicht stellen. Schuhmacher würde sich nur mehr solcher Angebote wünschen. Extra Mandala: Träger des Service-Projektes "Mandala" ist die gemeinnützige Gesellschaft "Lernen und Arbeiten". Finanziert wird das Projekt aus Mitteln der Arbeitsgemeinschaft der Agentur für Arbeit (Arge) und des Landkreises - unterstützt durch die Kofinanzierung des Europäischen Sozialfonds. Die Personalkosten für die Erzieherinnen des Kinderhauses finanzieren die Gemeinde Morbach und der Kreis. (urs)

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