Auf Mensa folgen neue Klassenräume

Auf Mensa folgen neue Klassenräume

Knapp 1,7 Millionen Euro hat die neue Mensa in Salmtal gekostet, die nun offiziell eingeweiht wurde. Im kommenden Jahr rollen auf dem Gelände der Schule erneut Bagger an, da neue Räume für die Integrierte Gesamtschule gebaut werden müssen.

Kostprobe: Landrat Gregor Eibes und Bürgermeister Christoph Holkenbrink greifen zu. TV-Foto: Harald Jansen.

Salmtal. So etwas nennt man wohl einen Hingucker. Der ein oder andere geladene Gast bei der Eröffnung der Mensa an der Salmtaler Schule wird zweimal geschaut haben. Der rote Bau mit seinen viereckigen Fenstern und seinen schachbrettartigen Strukturen sieht auf den ersten Blick gar nicht so aus, als ob er Essenraum für täglich rund 160 Schüler ist. Er wirkt eher wie ein Ausstellungsraum einer Galerie. Doch es ist eine Mensa, die zudem Raum für besondere Angebote der beiden Schulen bietet. Denn Salmtal ist seit dem Sommer Standort einer Integrierten Gesamtschule, die drei Abschlüsse anbietet. Gleichzeitig gibt es dort noch die Klassenstufen 6 bis 10 der Realschule plus, die keine neuen Schüler mehr aufnimmt und ausläuft.
Der Noch-Hausherr und Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wittlich-Land, Christoph Holkenbrink, ist nicht nur von der Architektur angetan. Er bescheinigt den Beteiligten einen reibungslosen Ablauf. Zudem ist er zufrieden, dass der Kostenrahmen mit 1,68 Millionen Euro für den Mensa-Bau eingehalten worden ist. 385 000 Euro davon übernehmen VG und Kreis, der Rest kommt vom Land.
Bei all dieser Freude schwingt bei Holkenbrink auch Wehmut mit. Denn der Kreis übernimmt am 1. Januar die Trägerschaft. Angesichts der kommenden Aufgaben bestehe für Wehmut nur teilweise Grund, sagt Landrat Gregor Eibes. Denn künftig ist der Landkreis allein für den Ausbau der Schule zuständig. Für das kommende Jahr steht der Bau eines dreigeschossigen Gebäudes zur Salm hin an. Zudem soll das Gebäude über dem bereits bestehenden Verwaltungstrakt aufgestockt werden. Das wird nach Angaben der Kreisverwaltung rund 4,5 Millionen Euro kosten. Warum diese Investition notwendig ist, erklärt Manuel Follmann, Sprecher der Kreisverwaltung. Mit der Baumaßnahme werde der nun erhöhte Raumbedarf bis zur 10. Klassenstufe zur Verfügung gestellt. Bis zum Sommer 2014 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, sagt Follmann. Ungeklärt ist dann noch, was geschieht, wenn die heutigen Fünftklässler der IGS in die Oberstufe 2018 wechseln. Denn dafür gibt es bisher keine Räume.
Doch dieser Blick in die Zukunft steht bei der Eröffnung nicht im Fokus. Da gibt es neben Ansprachen und dem kirchlichen Segen durch Pater Albert Seul auch Beiträge der täglichen Nutzer der Mensa. Die gemeinsame Trommelgruppe sowie die Big-Band von IGS und Realschule plus umrahmen die Feier musikalisch, ehe die drei Köchinnen Schulessen an alle Gäste verteilen.