Bloß nicht einstampfen!

WITTLICH. (red) Volle Tonnen, verkeilter Abfall, kaputte Toaster: Was alles im Umgang mit dem täglichen Müll zu beachten ist, verrät Abfallberater Stefan Lex von der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich.

"Das Vorhalten und Benutzen der Abfallbehältnisse und die vorzuhaltende Mindestgröße sind in der Abfallwirtschaftssatzung geregelt," erläutert Lex und weist auf Seite 3 des aktuellen Abfallratgebers hin. "Auch hier sind die Behältergrößen und die zugehörige Personenzahl abgedruckt." Lex weiß aufgrund seiner langjährigen Erfahrung, dass bei der Leerung der Mülltonnen verschiedene Probleme auftreten. "Um diese Probleme zu mindern, sind wir auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen", appelliert der Abfallberater an die Nutzer. Ein Problem sind Mülltonnen mit geöffneten Deckeln. Diese Mülltonnen sind in der Regel überfüllt. "Beim Leeren passiert es dann häufiger, dass der überstehende Müll aus der übervollen Tonne neben das Müllfahrzeug auf die Straße fällt. Ein weiterer negativer Begleiteffekt offen stehender Mülltonnen ist, dass Vögel und unerwünschte Nagetiere angezogen werden." Um dies zu vermeiden, weist Abfallberater Lex ausdrücklich darauf hin, dass die Mülltonnen nur so weit gefüllt werden dürfen, dass sich ihre Deckel schließen lassen. Bei ständigem Überfüllen des Abfallbehälters wird durch den aufgepackten Müll mehr Volumen beansprucht als über die Abfallgebühr bezahlt wird. Die Müllwerker sind gehalten, Mülltonnen, die regelmäßig überfüllt sind, zu melden. Die betreffenden Haushalte werden dann mit größeren beziehungsweise einer weiteren Mülltonne ausgerüstet. Eine entsprechende Regelung findet sich in der Abfallwirtschaftssatzung. "Ein weiterer Missstand ist das Einstampfen des Mülls in den Mülltonnen. Hier besteht die Gefahr, dass die Mülltonnen aufplatzen", berichtet Lex. Durch Einstampfen kommt es immer wieder vor, dass sich der Abfall in der Tonne derart verkeilt, dass er bei der Leerung nicht immer herausfallen kann und trotz mehrmaligen Leerungsversuchen in der Tonne verbleibt. Es ist verständlich, dass die Müllwerker aus hygienischen Gründen solche Verkeilungen nicht per Hand lösen können. Deshalb betont Lex die Grundregel zum Befüllen von Abfallbehältern. "Nur was locker rein passt, kommt auch locker wieder raus." Was tun, wenn der Behälter schon voll ist, die Müllabfuhr aber erst in ein paar Tagen kommt? "Kommt dies regelmäßig vor, so sollte man prüfen, ob man die Restmüllmenge durch konsequente Abfallvermeidung und Abfalltrennung verringern kann. Manchmal hilft auch eine konsequente Abfallvermeidung und Abfalltrennung. Neben der ordnungsgemäßen Nutzung vom Gelben Sack, Altpapiersammlung und Altglasbehälter kann gerade im ländlichen Raum und dort, wo genügend Fläche vorhanden ist, die Kompostierung ins Auge gefasst werden. Gegebenenfalls ist der Wechsel zu einer größeren Mülltonne angezeigt," rät Lex. "Hat man ausnahmsweise mal mehr Müll, so empfiehlt sich die Nutzung eines gebührenpflichtigen ‚roten Restabfallsacks'. Diese Säcke können gegen eine Gebühr von 3,60 Euro/Stück erworben werden. Die Verkaufsstellen sind im Abfallratgeber auf Seite 6 aufgeführt". Ein weiterer Tipp: Auch die Elektroschrottverwertung sollte genutzt werden. Toaster, Kaffeemaschinen und Ähnliches werden an den Sperrmülltagen bei der Elektroschrottsammlung mit den Elektrogroßgeräten eingesammelt und belasten nicht mehr die Mülltonne. Weitere Informationen bei der Abfallberatung unter Telefon 06571/14414.