Fortbildung für Baumkontrolleure in Klausen – Wie man Bäume mit Rücksicht auf die Natur richtig pflegt

Natur : Fortbildung für Baumkontrolleure in Klausen

Fortbildung für Baumkontrolleure in Klausen: Teilnehmer lernen Begutachtung und Behandlung bei Fäulnis.

Der Baumbestand in den Dörfern und Städten bedarf einer fachkundigen Betreuung, um die Verkehrssicherheit sowie die Gesundheit der Bäume zu gewährleisten. Deshalb haben die Baumkontrolleure und Beschäftigten, die in den Kommunen die Kontroll- und Pflegearbeiten an Bäumen durchführen, eine Fortbildung in Klausen absolviert. Dabei wurde ein besonderer Schwerpunkt auf Naturschutzaspekte bei der Baumpflege gelegt.
Insbesondere ältere Bäume rücken immer öfters in den Fokus von Kontrollen und Pflegemaßnahmen, nicht zuletzt weil sie eine potenzielle Gefahrenquelle für Personen sein können. Ziel der Fortbildung war zum einen, den in den Orten beschäftigten Personen wichtige Informationen zur Verkehrssicherheit und zur fachkundigen Baumpflege zu liefern.

Zum anderen sollte aber auch der Blick für die Baumgesundheit geschärft werden, um so die Erhaltung älterer Bäume auch in Zukunft zu sichern, da es am Ende doch überwiegend diese Bäume sind, die zu einem einladenden Bild in Dörfern und Städten beitragen.
Schwerpunkt des diesjährigen Seminars waren vor allem auch Naturschutzaspekte rund um die Arbeit an Bäumen: So bekamen die Teilnehmer Beispiele aus der täglichen Praxis eines Baumgutachters und aktuelle Schadorganismen gezeigt. 

Die Teilnehmer lernten Bakterien- und Pilzerkrankungen, die betroffenen Bäume werden häufig einfach gefällt, obwohl sie recht gute Heilungschancen haben, zu erkennen und zu behandeln. Gleiches gilt für diverse Rindenschäden, die bei richtiger und sofortiger Behandlung nicht in Fäulen resultieren.

Ebenfalls wurde auf rechtliche Aspekte des Natur- und Artenschutzes genauer eingegangen, da insbesondere ältere Bäume in den Orten einen wichtigen und erhaltenswerten Lebensraum für Tiere bieten. In diesem Zusammenhang wurde unter anderem geklärt, wie mit Rücksicht auf die dort lebenden Arten Pflegemaßnahmen oder gar notwendige Fällungen durchgeführt werden.

Verschiedenste bedrohte aber auch nicht bedrohte Vogelarten wurden anhand von Beispielen aus der Region vorgestellt, um mehr über ihr Brut- und Nistverhalten insbesondere an Stadtbäumen zu lernen. Zudem lernten die Teilnehmer, wie man bereits mit einfachsten Maßnahmen wie etwa dem Anbringen von Nistkästen den heimischen Vogelarten helfen kann.
Anschließend an die Vorträge der Referenten wurde dann an verschiedenen Bäumen im Ort die Beurteilung der Verkehrssicherheit besprochen.

Unterschiedlichste Lösungen für die Baumpflege und die Herstellung der Verkehrssicherheit konnten dabei vorgestellt werden. Bei der Begutachtung von gesunden Bäumen bis hin zu Bäumen, die gefällt werden müssen, konnte hier die im Vorfeld vermittelte Theorie praktische Anwendung finden.
Zielgruppe der Fortbildung waren vor allem Forstwirte, Beschäftigte von Bauhöfen und Gemeindearbeiter aus verschiedensten Ortsgemeinden und Städten der Region.

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