Infrastruktur

Zum Artikel über das Aussterben der Dorfgasthäuser (TV vom 9./10. April) schrieb uns dieser Leser:

Mit großem Interesse habe ich den Artikel gelesen, auf den ich zufälligerweise während eines Heimaturlaubs in der Eifel gestoßen bin. Da unsere Familie eine Gaststätte in Geichlingen (VG Neuerburg) über Generationen betrieben hat, war mein Interesse sehr groß, welche Gründe in der allgemeinen Wahrnehmung zu diesem "Gasthäusersterben" beigetragen haben könnten. Auch unsere Gaststätte wurde vor einigen Jahren geschlossen, und es hatte den Anschein, dass sie ein ähnliches Schicksal erleiden sollte wie es die meisten Gasthäuser in der Eifel tun. Nach vier Jahren Leerstand haben wir entschieden, uns aktiv für eine Wiedereröffnung einzusetzen und einen Pächter zu suchen. Dies ist uns in der Tat gelungen und wurde letztendlich mit etlichen baulichen Änderungen (Brandschutzauflagen und sonstige baulichen Anforderungen seitens der Behörden) erreicht, allerdings auch nur in Verbindung mit einem erheblichen finanziellen Einsatz. Zudem kommt die Tatsache, dass es teilweise personelle Engpässe in Bauamtsbereichen gibt, was nicht gerade hilfreich ist; Ihr Bericht kam mir deswegen fast wie ein Déjà-vu vor. Trotzdem: Durch die große Eigeninitiative des neuen Pächters und helfenden Händen aus der Gemeinde ist es uns gelungen, diese Gaststätte hoffentlich vor der endgültigen Schließung zu bewahren und ein Stück Dorfkultur zu erhalten. Wolfgang Theis, Nidderau