Kirchenkreise rücken zusammen

Nicht nur die Kirchengemeinden und Pfarrstellen im evangelischen Kirchenkreis Simmern-Trarbach stehen vor großen Veränderungen. Auch das Kreiskirchenamt in Kirchberg ist von Umgestaltungen betroffen. Bereits in diesem Jahr sollen erste Entscheidungen über die zukünftige Personalverwaltung getroffen werden, angedacht ist eine Zusammenarbeit mit den benachbarten Kirchenkreisen.

Kirchberg/Traben-Trarbach. (dju) Derzeit werden in Kirchberg die Angelegenheiten von rund 300 Mitarbeitern in der evangelischen Kirche auf dem Hunsrück und an der Mittelmosel von einem Personalleiter bearbeitet. Er wird dabei von anderen Mitarbeitern im Kreiskirchenamt unterstützt. In der Regel benötigt eine Verwaltung aber für je 180 sogenannte Personalfälle eine hauptamtliche Kraft. "Das heißt, dass unsere Personalverwaltung deutlich unterbesetzt ist", so Amtsleiter Andreas Eck. Durch den Beginn der Freistellungsphase des derzeitigen Personalleiters am 1. Januar 2010 besteht für den Kirchenkreis nun Handlungsbedarf.

"Es gibt zwei Alternativen", meint Eck. Entweder, die derzeitige eigenständige Personalverwaltung in Kirchberg wird erhalten, oder es gibt eine Kooperation mit benachbarten Kirchenkreisen in einer gemeinsamen Personalverwaltung. "Für beide Lösungen gibt es gute Gründe", erläutert Eck. Bei einer eigenen Personalverwaltung sind es die kurzen Wege und die Sicherung des Standortes Kirchberg. Probleme gibt es da aber mit der Vertretung und einer gewünschten Spezialisierung in der Personalverwaltung. Außerdem würde die enge Anbindung an die eigene Verwaltung in Kirchberg wegfallen.

Nach vielen Gesprächen plant der Kirchenkreis nun eine gemeinsame Personalabteilung mit den benachbarten Kirchenkreisen mit Sitz in Idar-Oberstein, ab 1. Januar zunächst für die Kirchenkreise Simmern-Trarbach und "Obere Nahe", ab dem 1. Januar 2013 dann auch mit dem Kirchenkreis "An Nahe und Glan". "Aus sachlichen und finanziellen Gründen ist eine gemeinsame Personalverwaltung mit den Nachbarn die beste Lösung, da die Vorteile bei weitem die Nachteile überwiegen", so Eck. Die Synoden der Kirchenkreise "Obere Nahe" und "An Nahe und Glan" haben bereits Zustimmung signalisiert zu diesem Modell, am 3. Juli wird sich die Kreissynode Simmern-Trarbach mit dem Thema beschäftigen.