Kraxeln in luftiger Höhe

Neue Impulse für die Region wird der "Mosel Adventure Forest Kletterpark" bringen, der nun auch offiziell seine Pforten geöffnet hat. Darin sind sich Politiker und Betreiber sicher. Sicheres Klettern nach Herzenslust im Wald hoch über dem Fluss kann genauso Spaß bedeuten wie das Kennenlernen der eigenen Möglichkeiten und die persönliche Weiterentwicklung.

Traben-Trarbach. Gleich mehrfachen Segen erhielt der Kletterpark auf dem Mont Royal zwischen Traben-Trarbach und Kröv. Parkmanager ist Andreas Scherer, ehemals katholischer Pfarrer. Klar, dass ein besonderes Gebet zur Eröffnung gesprochen wurde. Die Worte "Wanke nicht, wenn die Stürme toben" passen zu den im Wald hoch über der Mosel zwischen den Bäumen befestigten vielfältigen Klettersteigen. Von zwei bis zwölf Meter Höhe über dem Erdboden ist alles da, was sich Anfänger und Fortgeschrittene und auch Profikletterer wünschen. Die Besucher können zwischen verschiedenen Touren wählen. Die Längste dauert fast drei Stunden, aber auch dabei kann jederzeit während der Runde eine Erholungspause im Holzhaus mit Verpflegungsstation eingelegt werden.Den Behördenapparat auf Trab gebracht

Der andere Segen war der behördliche durch Landrätin Beate Läsch-Weber und Verbandsbürgermeister Ulrich Weisgeber. Parkbetreiber Jürgen Römer habe es geschafft, den Behördenapparat so auf Trab zu bringen, dass die Einrichtung innerhalb weniger Monate genehmigt worden sei. Vor 2000 Jahren seien die Römer in Traben-Trarbach gewesen, so Weisgerber. Vor etlichen Jahren kam ein "Römer" aus Kröv nach Traben-Trarbach gezogen, der einen florierenden Betrieb für Wein- und Sektpräsente betreibe und nun mit dem Kletterpark ein Alleinstellungsmerkmal für die Ferienregion errichtet habe. Stadtbürgermeisterei Heide Pönninghaus dankte dem rührigen Unternehmer, der in Privatinitiative ohne die Stadtkasse zu belasten, dieses Werk auf die Beine gestellt habe. Jürgen Römer hat im Sommer 2006 im Trierischen Volksfreund gelesen, dass in Vianden/Luxemburg ein Kletterpark entstanden sei. Sofort sei er mit seinem Teilhaber Thomas Wallert dorthin gefahren. Und ebenso schnell war klar: So was muss auf den Mont Royal. Gesagt, geplant, getan. Kaum ein Jahr später ist das Projekt verwirklicht.Kinderparcours auch für erwachsenen Einsteiger

Entstanden ist ein naturnah belassener Kletterpark mit fünf Parcours in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Der Kinderparcours diene nicht nur den Jüngsten, sondern sei auch für Erwachsene als Einstieg geeignet. Der touristische Hochseilgarten kann von jedermann nach obligatorischer Einweisung begangen werden. Der klassische Hochseilgarten ist nur nach Voranmeldung unter fachkundiger Führung zugänglich, Dort geht es auf zwölf Meter Höhe hinaus, ebenso wie beim Kletterturm mitten im Park. Der Kletterwald ist von Mai bis September täglich von 10 bis 20 Uhr, im Oktober von 10 bis 18 Uhr geöffnet.Die Traben-Trarbacher sind schon jetzt begeistert von ihrem Park. Bereits lange vor der offiziellen Eröffnung war es möglich, dort zu klettern. Arndt Binninger war am Geburtstag seines Sohnes Tom mit dessen Freunden dorthin. "Zweimal schafften es die zehn Kids über den Parcour. Ruckzuck waren die drei Stunden voller Abwechslung vorbei", schwärmt Binninger.