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Müllgebühren werden im Sommer angepasst

Müllgebühren werden im Sommer angepasst

60 503 Tonnen Müll müssen jährlich im Landkreis Bernkastel-Wittlich entsorgt werden. Der Erlös durch wiederverwertbaren Müll ist wesentlich geringer als die Entsorgungskosten. Deshalb müssen die Abfallgebühren im Drei-Jahres-Turnus angepasst werden. In diesem Jahr soll im Sommer die Entscheidung fallen, ob die Müllgebühren erhöht werden müssen.

Wittlich. "Die Kluft ist groß", sagt Ute Braun, die bei der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich für die Abfallwirtschaft zuständig ist, in Hinblick auf die Kosten der Müllentsorgung und die Einnahmen durch wiederverwertbaren Müll der Recyclingbetriebe. 5,68 Millionen Euro Entsorgungskosten stehen 0,78 Millionen Euro Einnahmen aus dem Recycling-Geschäft gegenüber. Diese Entsorgungskosten werden über Müllgebühren aus Haushalten und Gewerbebetrieben, die an die Abfallentsorgung des Landkreises angeschlossen sind, bezahlt.Entscheidung im Sommer


"Dies entspricht einem Betrag von circa 51 Euro pro Einwohner (111 000 Einwohner)", erläutert Manuel Follmann, Pressesprecher der Kreisverwaltung. Bei den Einnahmen über 0,78 Millionen Euro handele es sich um Geld, das durch die Verwertung von Altpapier und Anteile bei den Erlösen der Systembetreiber für Verpackungsabfälle (Gelber Sack, Altglas) erwirtschaftet wird. Im Wesentlichen würden aus diesen Einnahmen (Gebühren und Erlöse aus dem Recycling) die Kosten für die Abfallsammlung und -entsorgung im Landkreis getragen.
Die reinen Sammel- und Entsorgungskosten bezifferten sich auf 5,2 Millionen Euro im Jahr 2012. Daneben seien aus dem Gebührenaufkommen anteilige Kosten für das Entsorgungszentrum des Landkreises in Sehlem zu tragen. In der Regel kalkuliere der Betrieb Abfallwirtschaft die Gebühren für einen Zeitraum von drei Jahren. Die Kalkulation werde in der Zwischenzeit anhand der Jahresabschlussergebnisse überprüft, und die Höhe der Gebühren würde bei Bedarf angepasst. Follmann: "Nach einer Gebührenermäßigung zum Jahr 2009 konnten im Jahr 2011 nochmals die Abfallgebühren gesenkt werden." Freilich: Im Sommer wird erneut über die Höhe der Gebühren beraten. Eine Erhöhung ist daher nicht auszuschließen.
Insgesamt entstehen 60 503 Tonnen Müll pro Jahr, rechnet man den kompostierbaren Grünschnitt (16 800 Tonnen) davon ab, ergibt das 400 Kilogramm Müll pro Einwohner (43 703 Tonnen Müll bei 111 000 Einwohnern).
Info: www.bernkastel-wittlich.de/fileadmin/data/FB22/Abfallratgeber2013.pdf

Abfallberatung des Landkreises, Telefon 06571/142414Extra

Warum muss Müll eigentlich getrennt werden? Früher haben Menschen den Müll in eine Tonne geworfen, die regelmäßig abtransportiert wurde. Da war alles Mögliche dabei: Küchenabfälle, Metall, Papier, Glas oder Laub. Aber man hat herausgefunden, dass manche Sachen auch wiederverwendbar sind. So kann zum Beispiel aus benutztem Papier wieder Neues gewonnen werden. Deshalb wird das Altpapier getrennt gesammelt. Das gilt auch für Glas, das wiederverwertet wird. Es wird eingeschmolzen und in neue Formen gegossen. Den Grünabfall, also das, was übrig bleibt, wenn man zum Beispiel eine Hecke schneidet, kann man kompostieren und daraus neuen Dünger für den Garten machen.hpl