Sicherheit und weniger Stress

Schüler der Hauptschule Morbach werden am 27. und 28. August zu Schulbus-Begleitern ausgebildet. Kern der Veranstaltung ist das Thema "Gewaltdeeskalation".

Morbach. (red) Schubsen unter Mitschülern, Gedrängel beim Ein- und Aussteigen, Streit um Sitzplätze, Beschimpfungen untereinander und Sachbeschädigungen oder Beschmutzungen im Bus - so oder ähnlich geht es häufig an Haltestellen und im Bus zu. Das soll sich in Morbach und Umgebung ändern. Hier lassen sich Schülerinnen und Schüler zu Schulbus-Begleitern ausbilden. Das Projekt ist ein ergänzender Baustein zur BusSchule, die in rheinland-pfälzischen Schulen Station macht. Der Bus zählt statistisch gesehen zwar zu den sichersten Verkehrsmitteln, doch beim Ein- und Aussteigen und während der Fahrt kommt es immer wieder durch Fehlverhalten der Fahrgäste zu Unfällen. Der Einsatz von Schulbus-Begleitern soll mehr Sicherheit für die Schulkinder erreichen, die Kommunikation untereinander verbessern, dem Fehlverhalten der Fahrgäste vorbeugen, Gewalt minimieren, Beschädigungen am Bus reduzieren und somit das Busfahren für alle Fahrgäste auch attraktiver machen. Schüler der achten und neunten Stufen haben sich freiwillig für den Einsatz als Schulbus-Begleiter gemeldet. Voraussetzung war das Einverständnis der Lehrer und Eltern. Die Polizei, die Unfallkasse Rheinland-Pfalz und die beteiligten Busunternehmen bilden die Schulbus-Begleiter in einer zweitägigen Veranstaltung aus.Inhalte der Ausbildung sind Deeskalationstraining, Kommunikationstraining, Schulung der Teamfähigkeit, rechtlicher Hintergrund sowie die Sicherheitseinrichtungen im Bus. Streit schlichten ohne körperlichen Einsatz

In ihrer Ausbildung lernen die Schulbus-Begleiter, bei Streitereien verbal und ohne körperlichen Einsatz einzugreifen. Falls Worte nicht nutzen, melden sie diese Vorfälle der Schulleitung oder an die Lehrkraft, die für Verkehrserziehung in der Schule zuständig ist. Die Schulbus-Begleiter sorgen nach ihrer Ausbildung für mehr Sicherheit und Ordnung. Im Bus achten sie darauf, dass keine Sitzplätze mit Taschen oder anderen Gegenständen belegt, freie Plätze auch tatsächlich genutzt, jüngere Kinder nicht bedrängt und Aus- und Einsteigende nicht behindert werden. Ziele der Ausbildung sind: mehr Sicherheit während der Fahrt, Verbesserung der Kommunikation, Fehlverhalten der Fahrgäste entgegenwirken, Gewalt minimieren, weniger Sachbeschädigungen im Bus. Die Ausbildung findet am Montag, 27., und Dienstag, 28. August, in der Hauptschule Morbach statt. Beginn ist um 8 und Ende um 13 Uhr. Verantwortlich für die Ausbildung sind Polizei, Unfallkasse Rheinland-Pfalz und das Busunternehmen Marx Reisen.