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Thalfang: Gesundheitsangebote sollen besser vermarktet werden

Thalfang: Gesundheitsangebote sollen besser vermarktet werden

Thalfanger Gesundheitsdienstleister wollen besser zusammenarbeiten. Die Arbeitsgruppe "Gesundheit" des laufenden Standortmarketings musste allerdings bei ihrem ersten Treffen ohne Mediziner auskommen.

Thalfang. (doth) "Jetzt fängt die Arbeit erst richtig an", stellte Wirtschaftsförderer Josef Adams nach zweieinhalb Stunden Diskussion in der Arbeitsgruppe "Gesundheit" fest. Der Arbeitskreises tagte im Zusammenhang mit dem Standortmarketing-Prozess in Thalfang. Oliver Mühlhan vom Tauruspro-Institut Trier, das den Prozess begleitet, leitete das Treffen mit dem Ziel, das Team in die Lage zu versetzen, in ihrer Branche selbstständig etwas für den Standort zu tun.

Mühlhan machte klar: "Wer nach Thalfang den Arzt besucht, kauft auch ein." Im Umkehrschluss kann das auch heißen: Wenn ein Arzt keinen Nachfolger für seine Praxis findet, hat das negative Auswirkungen auf den Einzelhandel. Die Runde für eine bessere Vermarktung von Gesundheitsangeboten musste ohne Mediziner und Apotheker auskommen. Für die nächste Sitzung sollen diese gezielt angesprochen werden. "Wir müssen uns darüber im Klaren sein: Was wir hier machen, ist Arbeit und keine Vergeudung von Freizeit", sagte Physiotherapeut Christian Berres. Das vorhandene medizinische und therapeutische Angebot wurde auf Karten festgehalten und anschließend nach möglichen Kooperationen etwa mit Sportvereinen gesucht. Ein Paket aus Fitness, Sauna, Spaß und gesunden Gaumenfreuden im Luftkurort nicht nur für Einheimische, sondern vor allem auch für Touristen, wurde angeregt. "Wir müssen den Menschen zeigen, was da ist, richtig gute Transparenz schaffen und damit werben", forderte Josef Adams. Er bekomme immer wieder Anfragen nach den Öffnungszeiten des stets zugänglichen Barfußpfades. Solche Informationsdefizite müssten beseitigt werden. Eine bessere Absprache bei den Angeboten des Hunsrückhauses wünschte sich Ergotherapeutin Heidemarie Stäwen: "Da können sich viele Gesundheitsanbieter einbringen."

Das nächste Treffen findet am 9. Juni um 17 Uhr im Gemeindehaus Bäsch statt.