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Eine Straße könnte viele Probleme lösen

Die Enkircher Straße endet nach etwa 200 Meter als Sackgasse. Viele fordern, dass sie mit der B 53 verbunden wird, damit im Hochwasserfall Trarbach besser erreichbar ist.Foto: Winfried Simon
Die Enkircher Straße endet nach etwa 200 Meter als Sackgasse. Viele fordern, dass sie mit der B 53 verbunden wird, damit im Hochwasserfall Trarbach besser erreichbar ist.Foto: Winfried Simon
TRABEN-TRARBACH. Nach dem jüngsten Hochwasser wurde in Traben-Trarbach über Konsequenzen nachgedacht. Eine Folgerung: Die alte Bundesstraße ausgangs Trarbach Richtung Enkirch mit der neuen B 53 zu verbinden, könnte eine Menge Probleme lösen. Von unserem Redakteur <br>WINFRIED SIMON

Jedes Hochwasser bringt nicht nur Dreck und viel Arbeit mit, auch die Verkehrsverbindungen sind je nach Höhe der Flut sehr stark eingeschränkt. In Traben-Trarbach ist das nicht anders. Bei der jüngsten Flut Anfang Januar war es zum Beispiel nicht möglich, mit dem Fahrzeug von der Brücke aus in den Stadtteil Trarbach zu gelangen. Rechts die Brückenstraße runter geht nicht, da im unteren Teil das Wasser steht. Links ab, Richtung Enkirch, geht auch nicht, weil Enkircher Straße und Bundesstraße überschwemmt sind.Verkehrsteilnehmer, die aus Richtung Burg/Enkirch nach Trarbach wollen, müssen einen weiten Umweg in Kauf nehmen ­ über Starkenburg Richtung Irmenach und an der Abzweigung wieder runter nach Trarbach.Auch die Feuerwehr muss großen Umweg machen

Doch dann beginnt das nächste Problem. Kommt man die Schottstraße runter, geht's vielleicht bis zum Rathaus. Und spätestens dort stellt sich Frage: Wo das Auto abstellen?Den weiten Umweg über Kövenig, Reil, Burg, Enkirch, Starkenburg/Irmenach muss im Falle eines Falles übrigens auch das große Löschfahrzeug der Trabener Feuerwehr in Kauf nehmen, wird es zu einem Einsatz nach Trarbach gerufen.Eine Lösung des Problems scheint einfach. Die alte Bundesstraße, über die der Verkehr bis Ende der 60er Jahre lief, bevor die Umgehungsstraße gebaut wurde, endet nach rund 150 Metern hinter dem Anwesen Louis Klein an einer Leitplanke. Von dort sind es nur wenige Meter bis zur neuen B 53. Der Höhenunterschied beträgt rund drei Meter. Würde diese Verbindung hergestellt, hätte Trarbach Richtung Enkirch einen Hochwasserfluchtweg. Nur bei einem Pegelstand weit über elf Meter (in Trier) ginge dann auch dort nichts mehr.Bereits auf der Bürgerversammlung am 15. Januar im Trabener Bürgersaal wurde dies gefordert, unter anderem auch von der Feuerwehr. Interesse an einem Ausbau müssen auch die Eltern der Schulkinder aus Enkirch haben. Um zum Schulzentrum in Traben zu gelangen, müssen die Kinder mit dem Bus im Hochwasserfall über den Reiler Berg fahren, da die Uferstraße Richtung Kövenig auch überflutet ist.Wohl war das Thema in den vergangenen Jahren schon mehrmals im Stadtrat, doch ist bislang noch keine Bewegung in die Sache geraten. Stadtbürgermeister Weber: "Es gibt finanzielle und technische Probleme." Offensichtlich scheute man die Kosten und befürchtete technische Schwierigkeiten, da eventuell ein Felsen "angekratzt" werden muss.Verbandsbürgermeister Ulrich K. Weisgerber will die Sache jetzt beschleunigen. Er will das Thema auf die nächste Sitzung des Verbandsgemeinderates setzen, um die politische Meinung abzuklopfen.Dass es sich nicht allein um eine städtische Angelegenheit handelt, dürfte klar sein. Denn neben den Traben-Trarbachern würden auch Bürger aus Enkirch und Burg davon profitieren. Abzuklären wäre die Maßnahme außerdem mit dem Straßen-und Verkehrsamt Trier, da die Verbindungsstraße auf die viel befahrene Bundesstraße einmündet.Die Verkehrssicherheit dürfte kaum beeinträchtigt werden, da die Verbindungsstraße nur im Hochwasserfall geöffnet werden soll.