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Nach Skepsis Begeisterung

Lächelnde Mienen und durchweg positive Stimmen bei jüngeren wie älteren Veldenzer Bürgern bestätigen die Entscheidung, den ehemaligen Saal Bottler in ein Bürgerhaus um zu bauen. Foto: Ursula Schmieder
Lächelnde Mienen und durchweg positive Stimmen bei jüngeren wie älteren Veldenzer Bürgern bestätigen die Entscheidung, den ehemaligen Saal Bottler in ein Bürgerhaus um zu bauen. Foto: Ursula Schmieder
VELDENZ. (urs) Abseits der offiziellen Reden zeigen sich auch die Bürger von Veldenz mit ihrem neuem Bürgerhaus, ehemals Saal Bottler, zufrieden.

Die Antwort auf die Frage, wie den Veldenzern ihr neues Bürgerhaus gefällt, bringt offensichtlich keinen von ihnen in Verlegenheit. Obschon Richard Arnoldi sein eindeutiges "Gut" mit einem Schmunzeln begleitet. "Mehr als die Hälfte der Einwohner war von Anfang an dagegen", erinnert er sich an die ersten Debatten über einen Umbau des damaligen Römersaales, ehemals Saal Bottler. Allzu groß schienen damals die baulichen Mängel, wie Wände, die bereits hatten stabilisiert werden müssen, oder als Schutz vor der Kälte mit Folie abgedeckte Fenster. Doch der Umbau scheint offensichtlich an den richtigen Stellen angesetzt zu haben. "Die Leute sind zufrieden, wirklich begeistert", ist Arnoldi heute überzeugt. So wie Günter Körber, der ohne Zögern eingesteht: "Ich bin begeistert - das ist ganz toll gemacht", stellt er nach einem ersten Rundgang durch das zweigeschossige Gebäude fest. Dabei sei er anfangs skeptisch gewesen, wie er einräumt. Auch Dorothee Berg steht dem neuen Bürgerhaus positiv gegenüber. "Toll, da haben wir ja jahrelang drauf gewartet", spricht sie sicher vor allem den Eltern des Veldenzer Nachwuchses aus dem Herzen. Bisher sei es ja bei Festen von Kindergarten oder Grundschule immer arg beengt zugegangen. Stellplätze nach Porns Ansicht nebensächlich

Herbert Porn kann da nur beipflichten: "Es war an der Zeit, dass wir die Halle hier bekommen haben." Abgesehen vom Handicap bei Veranstaltungen, sei es ja auch für die Grundschüler nicht optimal gewesen, für den Sportunterricht immer nach Burgen fahren zu müssen. Ebenso wenig wie die ab und an anstehende Alternative im Keller der Grundschule, wie sich Tochter Anna Maria an ihre frühere Grundschulzeit erinnert. In dem Raum mit normaler Zimmerhöhe seien sie ja mit dem Kopf an die Decke gekommen, erzählt sie lachend. Die achtjährige Anna-Lena kommt nun in den Genuss, in dem neuen Saal zu turnen, der auch für Feiern genutzt werden kann. Bruder Lukas (10) hat da das Nachsehen. Während seiner Grundschulzeit sei immer die Rede vom Umbau gewesen, und jetzt wo er zum Gymnasium gehe, sei es endlich so weit. Die Größe der Halle sei vernünftig, lobt Norbert Berg. Schließlich seien die Energiekosten von den Kommunen ja kaum mehr zu tragen. "Das ist eine gelungene Sache", stellt er anerkennend fest. Alles sei sehr schön geworden, bestätigt Ehefrau Dorothee. Vor allem, wenn man die nicht wiederzuerkennenden Räume vorher schon mal gesehen habe. Ein 80-jähriger Veldenzer hat noch gut vor Augen, welches Bild der Saal nach dem Krieg bot. Zeitweise sei sogar Regen durch die Decke gedrungen. Sein Urteil steht daher fest: "Das ist ja sehr gut geraten." Allerdings bis auf einen angemessen großen Parkplatz, den es nämlich mitten im Ort nicht gebe. Er persönlich hätte daher lieber einen Neubau am Ortsrand mit ausreichend Stellplätzen gesehen. Nach Ansicht von Porn ist das jedoch nebensächlich, denn das Gebäude habe Atmosphäre und sei gemütlich.