Dank "Da-Sein" mit dabei

BERLIN/TRIER. Ein Buch mit den besten Beiträgen, die der deutsche Lokaljournalismus zu bieten hat – und der TV mischt mit: Am Montag ist in Berlin eine Sammlung von Zeitungsbeiträgen vorgestellt worden, die den Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung erhalten haben. Darunter sind Teile der TV-Serie "Da-Sein".

Sie sind ganz dicht am örtlichen Geschehen: Lokaljournalisten. Was sie für ihre Leser aufschreiben, hat oft außergewöhnliches Format. Jetzt gibt es eine Best-of-Kollektion dessen, was Lokaljournalisten aus dem Bundesgebiet im letzten Vierteljahrhundert veröffentlicht haben. Unter den Arbeiten, die allesamt mit dem renommierten Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgezeichnet wurden, sind auch Artikel aus dem Trierischen Volksfreund. "Alles andere als ein Beitrag zur schwarzsehenden Retro-Kultur", urteilte Dr. Stefan von Holtzbrinck. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH, zu der auch der TV gehört, präsentierte den Band gestern bei einem Festakt zum 25-jährigen Bestehen des Lokaljournalistenpreises. Hervorragende Arbeiten von 197 Preisträgern, zusammengefasst auf 456 Seiten. "Ideen und Ratschläge, die in der Summe größer sind als ein Journalistenleben", sagte von Holtzbrinck. Die Beiträge bilden ab, wie sich die Themenschwerpunkte verlagert haben: von Umweltschutz und Ausländerfragen in der Achtzigern über die alltäglichen Probleme der Bürger etwa mit Behörden bis hin zu aufwändigen, von Redaktionsteams gestalteten Lebenshilfe- und Serviceserien im neuen Jahrtausend. Der TV hatte den "Oscar der Lokaljournalisten" im vergangenen Jahr für die Aktion "Da-Sein" erhalten. In mehr als 100 Artikeln setzte sich die Redaktion mit Tod und Sterben auseinander und sammelte mit dem Hospizverein Trier Geld für ein Hospizhaus. Einige der "Da-Sein"-Beiträge sind in dem gestern vorgestellten Band abgedruckt. Das Buch zeige eines, sagte von Holtzbrinck: "Wir nehmen uns der richtigen Themen an." Es sei ein Beweis dafür, was eine Bürgergesellschaft leisten könne, fand Festredner Lothar Späth, Manager und baden-württembergischer Ministerpräsident a.D. Und Bernhard Vogel, Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung und früherer thüringischer Ministerpräsident, sagte: 7321 Einsendungen in 25 Jahren, das sei eine Menge - eine Menge Qualität. Der gestern verliehene Lokaljournalistenpreis 2004 geht an die "Neue Württembergische Zeitung", den zweiten Preis erhielt die Zeitungsgruppe Lahn-Dill, und die "Stuttgarter Zeitung" wurde mit dem dritten Preis ausgezeichnet. Dieter Golombek, Erwin Lutz: Ausgezeichnet. Das Beste aus 25 Jahren Lokaljournalismus. Rezepte für die Redaktion; Medienfachverlag Oberauer; 19,80 Euro.