Nürburgring-Affäre: Regierungs-Chef soll Farbe bekennen

Nürburgring-Affäre: Regierungs-Chef soll Farbe bekennen

Mainz. (fcg) Nach dem jüngsten TV-Bericht, demzufolge das Landeskriminalamt (LKA) und das Innenministerium vergeblich vor einem Finanzberater beim 300-Millionen-Projekt "Nürburgring 2009" warnten, fordert CDU-Parteichef Christian Baldauf, Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) müsse "Farbe bekennen".

Der Finanzberater hatte schon 2005 bei einem Millionen-Projekt in Wolfsburg versprochen, private Investoren zu beschaffen, ebenso wie beim Nürburgring floss jedoch nie ein Cent. Laut Baldauf stellt sich die Frage, welche Kenntnisse Beck von den Warnungen aus höchsten Sicherheitskreisen gehabt habe und warum diese ignoriert worden seien. Sie seien aus dem Geschäftsbereich von Innenminister Karl-Peter Bruch gekommen, der Beck "mit Sicherheit informiert hat". Die CDU will das Thema im Landtag und im Innenausschuss diskutieren. Derweil folgern die Grünen, die Landesregierung habe "von den betrügerischen Aktivitäten rund um den Nürburgring mehr gewusst, als sie bislang zugegeben hat". Der LKA-Mitarbeiter, der den über die Affäre gestrauchelten Ex-Finanzminister Ingolf Deubel informiert habe, müsse im Untersuchungsausschuss gehört werden.

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