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Trierer Firma kauft Flughafen

Trierer Firma kauft Flughafen

Nun ist es offiziell: Das Trierer Unternehmen Triwo hat den Flughafen Zweibrücken gekauft. Das bestätigte die Stadt Zweibrücken am Mittwochabend. Von der Triwo selbst war dazu zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Trier. Das ging schnell: Einen Tag nachdem bekannt wurde, dass die Trierer Immobiliengesellschaft Interesse am Kauf des Zweibrücker Flughafens hat, kam die Bestätigung, dass das Unternehmen den Zuschlag erhalten hat. "Wie Sie wissen, ist für das Flughafengelände mit der Triwo AG ein neuer Investor gefunden worden", hieß es am Mittwoch in einer Pressemitteilung der Stadt Zweibrücken. Ein Sprecher der Stadtverwaltung bestätigte dem Volksfreund, dass es so gut wie sicher sei, dass die Trierer Aktiengesellschaft den insolventen Flughafen übernehme. Die entsprechenden Verträge seien unterzeichnet. Am kommenden Dienstag werde Triwo-Chef Peter Adrian, der auch Präsident der Trierer Industrie- und Handelskammer ist, in Zweibrücken über seine Pläne für das ehemalige Militärareal informieren, sagte der Stadtsprecher. Eine Bestätigung dafür war gestern von dem Triwo- Chef nicht zu bekommen. Die Triwo will das komplette Gelände übernehmen und daraus unter anderem einen Gewerbepark machen. Der Investor werde rund 17 Millionen Euro in das Gelände und in die Schaffung neuer Arbeitsplätze investieren, teilte der Sprecher des Insolvenzverwalters Jan Markus Plathner am Mittwochabend mit. Die Triwo wolle den Flughafen vor allem als Gewerbepark, Kfz-Teststrecke und Verkehrssonderplatz nutzen. Der Airport hatte Insolvenz angemeldet, weil die EU-Kommission verlangte, dass er 47 Millionen Euro an Staatsbeihilfen zurückzahlt. Der rheinland-pfälzische Infrastrukturminister Roger Lewentz (SPD) hatte zusammen mit dem Insolvenzverwalter in Brüssel dafür geworben, dass ein potenzieller Käufer von dieser Auflage verschont bleibt. Lewentz: "Im Prinzip hat uns die EU die Rahmenbedingungen gegeben, die ein Investor erfüllen muss, damit er nicht mit Rückforderungen konfrontiert ist." wie/dpa