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Kreis Trier-Saarburg
Virus befällt Rinder und Schafe

FOTO: dpa / Ralf Roeger
Trier. Im Kreis Trier-Saarburg ist die Blauzungenkrankheit nachgewiesen worden.

Die Blauzungenkrankheit ist in Rheinland-Pfalz erstmals seit zehn Jahren wieder nachgewiesen worden. Das gesamte Bundesland ist deshalb am Freitag zum Sperrgebiet erklärt worden, wie der Sprecher des Landesuntersuchungsamtes (LUA), Achim Ginkel, in Koblenz berichtete.

Die für Menschen ungefährliche Viruskrankheit vom Serotyp 8 (BTV-8) ist bei einem Routinetest in einem Rinderbestand im südlichen Teil des Kreises Trier-Saarburg entdeckt worden. Ein ursprünglich aus einem Milchviehbetrieb im Kreis Kaiserslautern stammendes Kalb war bereits vorsorglich getötet worden. Ob weitere Tiere geschlachtet wurden, ist nach Auskunft von Thomas Müller, Sprecher der Kreisverwaltung Trier-Saarburg, noch offen. Das nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in Greifswald hatte am Freitag den Verdacht des LUA bestätigt. Die Blauzungenkrankheit kann vor allem Schafe, Ziegen und Rinder befallen. Sie wird über blutsaugende Mücken zwischen den Tieren übertragen. Es gibt weitere Verdachtsfälle im Saarland und in der Pfalz.

Die Sperrzone müsse mindestens zwei Jahre aufrechterhalten werden und schränke den Transport und Handel von Rindern, Schafen und Ziegen ein. Rinder, Schafe und andere empfängliche Tiere dürften nicht aus dem Sperrgebiet gebracht werden. Dies gelte auch für Eizellen, Samen und Embryonen. Jeder, der in dem Gebiet Rinder, Schafe, Ziegen, Waldwiederkäuer in Gehegen oder Lamas und Alpakas halte, müsse dies dem zuständigen Veterinäramt mitteilen.

Der Süden von Rheinland-Pfalz und das Saarland sind bereits seit Dezember 2018 Sperrgebiet. Dazu wurden sie wie Teile Hessens nach dem Ausbruch der Seuche in Baden-Württemberg (Ottersweier/Kreis Rastatt) erklärt.

Die Beschränkungen in der Sperrzone könnten durch Impfungen abgemildert werden, sagte Ginkel. Denn es gebe für geimpfte und nachweislich nicht von dem Virus befallene Tiere Ausnahmen. Allerdings sei der Impfstoff nicht überall leicht zu haben. Von der ersten Impfung bis zum Schutz vergingen zudem etwa sieben Wochen.