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Zwei Orchester, eine Qualität

Die Gastgeber, das Kreisorchester Trier-Saarburg, spielte wie die Gäste aus der Eifel auf extrem hohem Niveau. TV-Foto: Herbert Thormeyer
Die Gastgeber, das Kreisorchester Trier-Saarburg, spielte wie die Gäste aus der Eifel auf extrem hohem Niveau. TV-Foto: Herbert Thormeyer FOTO: Herbert Thormeyer (doth), Herbert Thormeyer ("TV-Upload Thormeyer"
Saarburg. Sie sind die musikalischen Aushängeschilder zweier Landkreise. Die besten Musiker der örtlichen Vereine spielen im Kreisorchester Trier-Saarburg und dem Sinfonischen Blasorchester Vulkaneifel. Die Freundschaft zwischen den Dirigenten Reiner Serwe und Stefan Kollmann ermöglichte erstmals gemeinsame Konzerte in Saarburg und Daun.

Saarburg. Das Titelbild des Programms lässt schon vermuten, was Zuhörer des Freundschaftskonzertes des Sinfonischen Blasorchesters Vulkaneifel und des Kreisorchesters Trier-Saarburg erwarten dürfen. Da tanzt ein Paar auf einem Flügel so intensiv, dass dieser Feuer fängt. "Tänze aus dem Mai" ist der rote Faden, den die beiden Dirigenten Stefan Kollmann und Rainer Serwe für ihre Konzerte in Daun und Saarburg vereinbart haben.
300 Besucher wollten das in der Saarburger Stadthalle miterleben. "Wir wollen hier zeigen, was in der Blasmusik möglich ist", sagt der Schirmherr, Landrat Günther Schartz, zugleich Präsident des Landesmusikverbandes. Solche Auftritte seien Werbung für die Laienblasmusik.
53 Musiker kamen aus der Vulkaneifel, 63 aus dem Kreis Trier-Saarburg. Beide Formationen zusammen spielen zu lassen, dafür sind die Bühnen jedoch meist zu klein. Weder Kollmann noch Serwe machten es sich und ihren Musikern leicht. Fast erreichen die Orchester die Wucht eines Sinfonieorchesters, nur mit Klarinetten anstelle der Streicher. Die Klangvielfalt kommt nicht nur aus dem Blech, sondern auch vom Klavier, von Fagotten, Kontrabass und dem umfangreichen Schlagwerk, im Fachjargon auch gern "Schießbude" genannt.
Prächtige Werke waren da zu hören, beispielsweise die "Symphonic Dances" des Japaners Yosuke Fukuda. Der Komponist, Jahrgang 1975, lässt die Eifeler zwischen Renaissance und Bauchtanz hin und her wirbeln. Leidenschaftlich wird dieser Klang von Kollmann aus dem Klangkörper gelockt, auch bei der Zugabe, einer rhythmischen Samba, bei der Luftschlangen flogen. Nicht minder vielfältig präsentierte sich das Orchester von Rainer Serwe. Vom Slawischen Tanz Nr. 8 eines Antonin Dvoøák (1841-1904) bis hin zu lateinamerikanischen Rhythmen wurde alles makellos beherrscht. "Das fing ja schon mit einem Vulkanausbruch an", findet der Ehrendirigent des Wincheringer Musikvereins, Peter Neisius, einer von viele Fachkundigen unter den Besuchern. Die Vielfalt und das Klangvolumen seien beeindruckend. Judith Waibel, die neue Leiterin der Musikschule Trier-Saarburg, lobt das hervorragende Programm: "So kann auch Nachwuchs gewonnen werden." Was bei den Kleinsten mit Unterricht am Instrument beginnt, kann im jeweiligen Kreisorchester seine Vollendung finden. doth
Extra

Weitere Termine der beiden Ensembles aus der Vulkaneifel und aus Trier-Saarburg stehen auf den Internetseiten <%LINK auto="true" href="http://www.sbo-vulkaneifel.de" text="www.sbo-vulkaneifel.de" class="more"%> und <%LINK auto="true" href="http://www.kreisorchester.de" text="www.kreisorchester.de" class="more"%>. Hier stellen sich die beiden Orchester und ihre Dirigenten auch umfangreich vor. doth