"Abwahlantrag ist logische Konsequenz"

"Abwahlantrag ist logische Konsequenz"

Während die CDU übers Wochenende diskutieren will, ob sie den von der SPD vorgeschlagenen Abwahlantrag gegen Thomas Egger unterstützt, ist für Junge Union längst klar: Der Abwahlantrag sei die logische Konsequenz der ergebnislosen Rücktrittsforderungen, erklärt Charlotte Thul.

Trier. Ob und wie man sich von den derzeit wichtigsten Akteuren der Trierer Kulturszene - Dezernent Egger und Theaterintendant Karl Sibelius - trennen will und kann, wird derzeit von der Kommunalpolitik heiß diskutiert. Am Donnerstag hat der Steuerungsausschuss beraten, ob er dem Vorschlag des Stadtvorstandes folgen und die Trennung von Sibelius einleiten will (siehe Text oben rechts). Vorgestern hatte die SPD angekündigt, einen Abwahlantrag gegen Egger auf den Weg zu bringen.
Der tiefe parteipolitische Graben, der sich vor einigen Jahren aufgetan hat zwischen der SPD auf der einen sowie CDU und Grünen auf der anderen Seite, scheint auch bei diesem Thema nicht überwunden. CDU und Grüne werfen der SPD vor, die Einbringung eines solchen Abwahlantrages nicht mit ihnen im Vorfeld abgesprochen zu haben. Obwohl die CDU vor zwei Wochen als erste lautstark den Rücktritt von Egger gefordert hat, müsse seine Fraktion daher erst noch auf ihrer Klausursitzung am kommenden Wochenende überlegen, ob eine Abwahl der richtige Weg sei, hatte CDU-Chef Udo Köhler am Mittwoch erklärt (der TV berichtete).
Charlotte Thul, neue Vorsitzende der Jungen Union Trier-Stadt, zeigte sich gestern dagegen entschlossen: Dass die CDU vor rund zwei Wochen Eggers Rücktritt gefordert habe, sei richtig gewesen. Der Dezernent habe dies allerdings abgelehnt. Daher "begrüßt die JU die Entscheidung der SPD Trier, einen Abwahlantrag gegen ihn im Trierer Stadtrat einzubringen." Der Antrag sei eine logische Konsequenz. woc