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ADAC Rallye zieht 2017 ins Saarland, doch Weinberg-Strecken bleiben im Programm

ADAC Rallye zieht 2017 ins Saarland, doch Weinberg-Strecken bleiben im Programm

Zum letzten Mal wird Trier ab dem 18. August Gastgeberin des Showstarts und der Siegerehrung sein – die ADAC Rallye Deutschland wechselt 2017 ins Saarland (der TV berichtete). Doch von dort kommen gute Nachrichten für die Region Trier: Die Weinberge an der Mosel sollen auch in Zukunft zu den Rallye-Strecken gehören.


"Wir wollen den grundsätzlichen Charakter der Rallye nicht verändern", sagt Norbert Heinz, der stellvertretende Vorsitzende des ADAC Saarland Motorsport, der ab 2017 die Ausrichtung der Rallye Deutschland komplett übernimmt. Heinz bestätigt Informationen des TV: "Zwei Wertungsprüfungen sollen auch ab 2017 in den Weinbergen der Mosel gefahren werden."

Die definitive Entscheidung sei noch nicht gefallen. In Frage kommen die Strecken Moselland bei Piesport, Dhrontal östlich von Neumagen-Dhron (beide im Landkreis Bernkastel-Wittlich), Stein und Wein bei Waldrach, der in diesem Jahr neue Rundkurs bei Ollmuth (beide Verbandsgemeinde Ruwer), Mittelmosel bei Klüsserath (Verbandsgemeinde Schweich) und Sauertal nördlich von Trierweiler (Verbandsgemeinde Trier-Land).

Nach Informationen unserer Zeitung sollen es die Wertungsprüfungen Moselland und Dhrontal sein, die auch 2017 im Rallyekalender stehen. Norbert Heinz bestätigte diese Info nicht, kündigte aber an, dass beide Moselstrecken am selben Tag gefahren werden sollen. Das würde für die nahe beieinander liegenden Trassen im Landkreis Bernkastel-Wittlich sprechen.

Dieses Zugeständnis an die Region Trier kommt unerwartet. Viele Rallyefans, zahllose ehrenamtliche Helfer, Ortsgemeinden und unterstützende Firmen hatten befürchtet, sich komplett von der Rallye verabschieden zu müssen. Denn das Präsidium des ADAC hatte Mitte März beschlossen, die Organisation des Motorsportspektakels an den Regionalclub Saarland zu übertragen (der TV berichtete). Ein Schock für den ADAC Mittelrhein, der in diesem Jahr zum letzten Mal der Ausrichter sein wird.

Auch die Panzerplatte bei Baumholder (Landkreis Birkenfeld) soll ab dem kommenden Jahr laut Heinz weiter zur Rallye gehören. Neu im Programm werden dann zwei Wertungsprüfungen im Saarland sein. Das Rallyezentrum wandert von Trier an den Bostalsee.

Noch ist all das Zukunftsmusik - vom 18. bis zum 21. August sind ein letztes Mal die Stadt und Region Trier zentrale Gastgeber. Der sogenannte Shakedown, das letzte Testtraining der Teams, findet am Mittwoch, 17. August, wieder in Konz statt. Die Stadt Trier wird am Donnerstag, 18. August, Schauplatz des Showstarts sein, der vor der Porta Nigra abläuft (siehe Extra).

Einer sieht der kommenden Woche mit Schmerz und Wehmut entgegen. Für Manfred Kronenburg, den langjährigen Organisationschef in Trier, wird es die letzte Rallye sein, an der er mitarbeitet. "Ich werde natürlich zusammen mit all meinen Partnern und Mitarbeitern noch einmal alles geben, damit die Rallye nächste Woche gut und reibungslos abläuft", sagt der Motorsport-Enthusiast dem TV. "Aber danach höre ich auf. Es gibt für mich keinen anderen Partner als den ADAC Mittelrhein." Der Beschluss des ADAC, die Rallye ins Saarland zu verlegen, hatte Kronenburg hart getroffen.

Doch möglicherweise wird er seine Qualitäten als Organisator in Trier weiter unter Beweis stellen - wenn die Tour de France 2017 tatsächlich in die Römerstadt kommen sollte. "Man hat mich gefragt, ob ich mir das vorstellen könnte." Die Entscheidung ist noch nicht gefallen.

Das Programm in Trier:

Interviews: Die Piloten Thierry Neuville (Belgien) und Mads Østberg (Norwegen) werden am Montag, 15. August, zwischen 14.45 Uhr und 15.15 Uhr auf dem Hauptmarkt öffentliche Interviews geben.

Der Showstart am Donnerstag, 18. August: Zwischen 19.30 Uhr und 20 Uhr werden die Rallye-Teams mit ihren Fahrzeugen auf dem Hauptmarkt stehen und Autogramme geben. Die Boliden bleiben anschließend auf dem Hauptmarkt, bis sie gegen 21 Uhr auf die Rampe vor der Porta Nigra gefahren werden, wo ein Moderator jedes Team kurz einzeln präsentiert. Triers Wahrzeichen wird dabei illuminiert. Das Vorprogramm des Showstarts beginnt um 18.45 Uhr. Die Vorstellung der Teams wird gegen 20.15 Uhr beginnen. Weltmeister Sébastien Ogier wird gegen 22 Uhr erwartet.

Hubschrauber: Der zentrale Landeplatz der während der Rallye eingesetzten Hubschrauber liegt in der Hanns-Martin-Schleyer-Straße in Rufweite zum Trierischen Volksfreund, der Gastgeber des Piloten-Briefings am Donnerstag ab 18.30 Uhr sei wird.

Die Siegerehrung wird am Sonntag, 21. August, ab 15 Uhr vor der Porta stattfinden. Eine Großleinwand wird die Powerstage Sauertal ab 12.08 Uhr live übertragen. Das Powerstage-Format gibt es seit 2011. Auf diesen Prüfungen gibt es zusätzliche drei Weltmeisterschaftspunkte für den Schnellsten, zwei für den Zweitplatzierten und einen für den Dritten.