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… doch die Stadt zahlt nicht

… doch die Stadt zahlt nicht

Die jahrelang geforderte Verkehrsberuhigung der Biewerer Straße, für die der Ortsbeirat rund 60 000 Euro bereithält, müsste noch in diesem Jahr beginnen, damit die Mittel nicht verfallen. Das Tiefbauamt stellte dem Ortsbeirat mögliche Baumaßnahmen vor. Kostenpunkt für das Gesamtpaket: 230 000 Euro.

Biewer. Bis 30. Juni muss der Ortsbeirat Biewer verbindlich beschließen, wofür seine bislang angesparten Mittel in Höhe von rund 60 000 Euro verwendet werden sollen.
Damit das Geld nicht verfällt, müssen allerdings noch in diesem Jahr die vom Ortsbeirat geforderten verkehrsberuhigenden Maßnahmen in der Biewerer Straße beginnen.
Die Zeit drängt jetzt, nachdem zur Frustration des Ortsbeirates jahrelang keine Bewegung in das Projekt kam. Am Dienstagabend stellten der Leiter des Tiefbauamts, Wolfgang van Bellen und Sandra Klein, Abteilungsleiterin Verkehrsplanung, Planungsvorschläge dar. "Das Ganze hört sich klasse an. Nur: Wenn man es nicht bezahlen kann?", kommentierte einer der wenigen Gäste die Präsentation.
Sollte das gesamte Planungspaket realisiert werden, kämen auf den Ortsbeirat Kosten in Höhe von rund 230 000 Euro zu. Die Stadt, so machte van Bellen unmissverständlich deutlich, hätte für Investitionen dieser Art kein Geld.
Der Ortsbeirat reagierte unaufgeregt und will die vorgeschlagenen Maßnahmen in Arbeitsgruppen beraten. Denkbar ist, dass aus dem gesamten Paket schrittweise einzelne Baumaßnahmen realisiert oder dass Mittel aus dem Ortsbudget für andere Maßnahmen umgewidmet werden.
Die Planungen für die Biewerer Straße sehen acht Einzelpositionen von Süd nach Nord vor, beginnend am Ortseingang Biewer von Trier aus gesehen:
Eine "Verschwenkung" in Form von versetzten Fahrbahnverengungen soll im Ortseingangsbereich den einfahrenden Verkehrsteilnehmern die Geschwindigkeit nehmen und für Aufmerksamkeit sorgen. Kosten: 12 000 Euro.
Bei dem Fußgängerüberweg nahe der Haltestelle soll die Fahrbahn auf 3,15 Meter verengt werden. Gegenverkehr ist damit nicht mehr möglich, Autos können nur wechselseitig die Fahrbahnverengung passieren. Fußgänger erhalten einen sicheren und abgesenkten Überweg. Kosten: 14 000 Euro.
In Höhe des Kreuzungsbereichs bei das Gaststätte Crames soll auf einem mehr als zwei Meter breiten und 15 Meter langen Streifen mehr Platz für Fußgänger und Bepflanzung entstehen. Mit einer angepassten Fahrbahnführung, auch zur Kreisstraße nach Aach, soll der Verkehr verlangsamt werden. Kosten: 65 000 Euro.
Durch eine Fahrbahnverengung mit Verkehrsinsel und geräumig gestalteten Haltestellenbereichen wird der Kreuzungsbereich beim Brunnen sicherer. Kosten: 45 000 Euro.
40 000 Euro soll die Verlegung der Haltestelle zwischen Leveling- und Friedlandstraße mit Neugestaltung des Bereiches kosten. Ein Rechtsverfahren eines Anwohners wegen des deszeitigen Haltestellenstandortes ruht derzeit.
Im Bereich des Zebrastreifens soll die Fahrbahn auf 3,50 Meter verengt werden und so eine sichere Überquerung der Straße ermöglicht werden. Außerdem sind dort Parkstreifen vorgesehen. Kosten: 25 000 Euro.
In Höhe der Hausnummern Biewerer Straße 202-206 soll die Fahrbahn einseitig eingeengt und mit einer Insel versehen werden. Kosten: 30 000 Euro.
Die derzeitige provisorische Fahrbahnverengung beim Ortsausgang in Richtung Ehrang soll für 6000 Euro auf 3,50 Meter verschmälert werden. Damit können sich Autos nicht mehr im Gegenverkehr begegnen und Fußgänger erhalten eine sichere Querungshilfe.