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Falscher Polizist ergaunert fünfstelligen Bargeldbetrag in Trier

Falscher Polizist ergaunert fünfstelligen Bargeldbetrag in Trier

43 Trierer haben sich bereits gemeldet, weil sie ähnliche Anrufe erhalten haben. Die Täter haben es vor allem auf Senioren abgesehen. Die Polizei gibt Verhaltens-Tipps.

Ein falscher Polizeibeamter hat am Donnertag in Trier einen fünfstelligen Bargeldbetrag von einem Senioren ergaunert. Das teilte die Polizei gestern mit. Der Täter habe sich am Telefon als Beamter der Polizei Trier ausgegeben, Geld gefordert und dies schließlich erhalten. Zum genauen Tathergang wollte die Polizei nichts sagen. In den vergangenen Tagen sind 43 Hinweise über Senioren bei der Polizei eingegangen, die ähnliche Anrufe erhalten haben. Bislang ist aber nur der eine Fall bekannt, in dem die Täter Erfolg hatten. Die Täter modifizierten ihre Methoden regelmäßig, sagt Polizeisprecherin Sabine Bamberg.

"Mein Name ist Brandt. Ich bin Polizeibeamter der Polizei Trier", so oder so ähnlich fingen die Gespräche in der vergangenen Woche an. Die Anrufer versuchen die Bürger dazu zu bringen, Auskünfte über Bargeld oder Schmuck preiszugeben oder an die Täter auszuhändigen.Das empfiehlt die Polizei

In manchen Fällen gaben die Betrüger vor, dass bei festgenommenen Einbrechern Notizen zu den Angerufenen gefunden wurden, die auf ein Ausbaldowern hindeuten und dass die Polizei die Geldscheine oder den Schmuck aus diesem Grund kontrollieren müsse. Oftmals wird durch eine spezielle Technik auch die Nummer des Notrufes 110 oder Teile der Festnetznummer der örtlichen Polizei angezeigt, um die Angerufenen davon zu überzeugen, dass die Polizei am Telefon ist.

Die Polizei Trier warnt: Geben Sie am Telefon keine Details zu ihren finanziellen Verhältnissen preis. Die Polizei ruft Bürger niemals zu Hause an und sie bitte sie nie am Telefon um Informationen zu ihren finanziellen Verhältnissen oder gar um Bargeld. Angerufene sollten sich nicht unter Druck setzen lassen.