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In diesem Jahr gibt es die Liebfrauenkirche

In diesem Jahr gibt es die Liebfrauenkirche

Auf inzwischen rund 970 000 Euro beläuft sich das Stiftungskapital der Kulturstiftung Trier. Der Anstieg der Summe ist dem Engagement verschiedener Zustifter zu verdanken, von denen nun vier ausgezeichnet worden sind.

Trier. Stiftungsvorstand Harry Thiele hat die bronzenen Stiftertafeln, deren Editionen seit 2009 jährlich wechselnd Trierer Denkmäler zeigen, überreicht. Sie werden Kulturförderern als Dank überreicht, die die Arbeit der Bürgerstiftung in einem Wert von mindestens 2500 Euro unterstützen. Vier Kulturstifter brachten bereits im vergangenen Jahr gemeinsam Zustiftungen, Spenden und Sachleistungen im Wert von 10 000 Euro in Triers Bürgerstiftung ein. Zustiftungen kommen so seit 2005 als Stiftungskapital der Kulturförderung in Trier langfristig zugute. Das Vermögen liegt derzeit bei rund 970 000 Euro. Sachspenden und finanzielle Zuwendungen werden direkt in geförderten Projekten eingesetzt.
Die aktuelle Edition der von Künstler Christoph Anders gestalteten Stiftertafel zeigt die Liebfrauenkirche und setzt damit die künstlerische Interpretation der Welterbestätten in Trier fort. Alle Jahresmotive zeigen Trierer Denkmäler. Die bronzenen Reliefplatten können dank der Unterstützung der Kunstgießerei Plein bereits im neunten Jahr produziert werden. Sie werden jenen Kulturförderern überreicht, die die Bürgerstiftung mit einer Zustiftung oder Spende ab 2500 Euro unterstützen.
Thiele: "Mit ihrer Unterstützung tragen die Kulturstifter nachhaltig zum Erhalt des kulturellen Erbes und zur Förderung von Kunst und Kultur in Trier bei." Dr. Stefan Ahrling, GBT- Vorstandssprecher und bereits zum neunten Mal als Kulturstifter aktiv, war diesmal zugleich auch Gastgeber des Kulturgesprächs. Ihm liegt die Lebensqualität in Trier ebenso am Herzen. "Städte müssen attraktiv sein, um ihre Bevölkerungszahlen zu halten." Trier sei ein Standort zum Wohlfühlen. "Damit das so bleibt, bleiben wir auch gerne als Kulturstifter mit dabei", sagte Ahrling.
Das Ingenieurbüro Boxleitner erhielt die Stifterplatte bereits zum siebten Mal. Geschäftsführer Kurt Müller ist als Vorsitzender des Kreischorverbands selbst kulturell aktiv. Sein Credo: "Kultur ist kein Wirtschaftsunternehmen. Unsere Gesellschaft funktioniert nur als Ganzes. Lebensqualität heißt nicht nur nehmen, sondern auch geben. Ich möchte mit Freude erleben, wie die Gesellschaft an dieser kulturellen Förderung partizipiert."
Hiltrud Zock, seit mehr als elf Jahren mit ihrem Agenturhaus für die Kulturstiftung aktiv, sagt: "Hier machen sich Bürger für Bürger stark, das zählt oft noch mehr als reine finanzielle Unterstützung." red