Internet-Seite für Anmeldungen bei Trierer Kitas beschlossen

Trier · Der Trierer Stadtrat hat beschlossen, die Programmierung einer Internet-Seite in Auftrag zu geben, auf der Eltern ihre Sprösslinge für einen Betreuungsplatz in einer der 60 Kindertagesstätten in Trier anmelden können.

Trier. Infos über das pädagogische Angebot, die Länge der Wartezeit für einen Betreuungsplatz und verbindliche Zu- oder Absagen: Das soll die Internetseite gewähren, deren Erstellung der Stadtrat am Donnerstagabend zugestimmt hat.
Die Träger der Kitas - 56 der 60 Einrichtungen im Stadtgebiet gehören der Kirche, Vereinen oder Sozialorganisationen - sollen auf der Seite aktuell über ihre Wartelisten und Kapazitäten informieren. "Dafür musste bei den Trägern viel Überzeugungsarbeit geleistet werden", sagte Sozialdezernentin Angelika Birk in der Stadtratssitzung. Bei der Definition der Anforderungen, die die Internet-Plattform erfüllen soll, habe man auf die Erfahrung anderer Städte zurückgegriffen. "So haben wir einen Weg gefunden, der auch die Träger überzeugt hat", sagte Birk.
Die Stadtratsfraktionen lobten einhellig die künftige Plattform, die auf eine Initiative der SPD im Sozialausschuss zurückgeht. "Nach Einführung der Plattform, auf der Eltern ihre Kinder bei den Einrichtungen anmelden können, werden auch die letzten Zweifler überzeugt sein", sagte SPD-Stadträtin Carola Simon. Anja Reinermann-Matatko von den Grünen regte an, den Zeitpunkt, ab dem Kinder angemeldet werden können, zu fixieren. Anmeldungen vor der Geburt sollten ausgeschlossen werden. "Erst wenn das Kind geboren ist und einen Namen hat, ist eine Anmeldung sinnvoll."
Cordula Scheich, Geschäftsführerin der gemeinnützigen Kita-GmbH des Bistums, die 19 katholische Kitas in Trier betreibt, sieht der Internet-Plattform positiv entgegen: "Wir wurden seitens der Stadtverwaltung in die Planungen einbezogen und kennen gelungene Beispiele aus anderen Städten. Die Internet-Seite wird die Koordination der Kita-Wartelisten und damit die Situation insgesamt verbessern. Zurzeit stehen da die Einrichtungen teilweise sehr unter Druck." woc