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Jagdbehörde gibt Panther zum Abschuss frei

Jagdbehörde gibt Panther zum Abschuss frei

Der mittlerweile mehrfach im Landkreis Trier-Saarburg gesichtete schwarze Panther ist von der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord heute zum Abschuss freigegeben worden. Sollte das Tier in Wohngebieten auftauchen, soll die Polizei es sofort mit der Schusswaffe töten.

(jp/dpa) Die SGD Nord empfiehlt sogar die Nutzung von Teilmantelgeschossen, die mit wesentlich höherer Energie und Geschwindigkeit im Ziel einschlagen. Normale Munition in Form von Vollmantelgeschossen würde das Tier nicht sofort kampfunfähig, sondern eher aggressiv machen. Jäger sollen ebenfalls keine Betäubungsmittel einsetzen, sondern „einen gezielten Abschuss durchführen“.

Eine Betäubung des Tiers würde nichts nützen, da diese nach Auskunft des Zoos Neuwied bei der Raubkatze erst nach rund sieben Minuten wirkt. „Das ist viel zu gefährlich“, sagte Sprecherin der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, Nicole Scherer. Das Tier könnte aggressiv werden oder sich verstecken. Allerdings betonte sie: „Es wird jetzt aber keine Hetzjagd auf das Tier gemacht.“ Die Regelung gelte vor allem für den Fall, dass Gefahr in Verzug ist, etwa wenn sich der Panther einer Siedlung nähern sollte.

In den vergangenen Wochen war in den Wäldern des Ruwertals im Kreis Trier-Saarburg viermal eine „schwarze große Raubkatze“ gesichtet worden. Die Kreisverwaltung nimmt den Fall ernst. Es könnte sein, dass es sich um den freilaufenden Panther handele, der seit Ende 2009 in Luxemburg und Belgien gesehen worden war.