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Lieber normal, als sexy und geil

Lieber normal, als sexy und geil

"Ein Bauch ist schon mal ein Ansatz": Unter diesem Motto hat sich Kabarettist Volker Diefes in die Herzen seiner Zuschauer im vollbesetzten kleinen Saal der Tufa geblödelt und gesungen.

Trier. (DQ) Bei Volker Egon Diefes geht der Blick automatisch etwas tiefer: Tatsächlich, der dritte Knopf von unten an der Weste des 39-jährigen Krefelders spannt bedenklich. Im Verlauf des gut zweistündigen Abendprogramms bekommt das Publikum noch mehr zu sehen. Mehrfach gibt der Kabarettist den Blick auf seine "Warsteiner Wampe" frei. "Ein Bauch ist schon mal ein Ansatz", heißt das Programm von Volker Diefes, mit dem er die Zuschauer im ausverkauften kleinen Saal der Tufa bestens unterhalten hat. "Geht's euch gut? Mir nicht!", wirft er ihnen zur Begrüßung entgegen und fabuliert ausgiebig von seinem Generationskonflikt. Ja, waren das noch Zeiten, als "Werther" als berühmtes Werk von Goethe bekannt war, nicht nur als Karamellbonbon, als "Watergate" nicht nur eine Attraktion im Phantasialand war und "Odysseus" mehr als ein Gericht beim Griechen. Immer wieder sorgt Volker Diefes, der seine Karriere nach eigenen Angaben als Klassenclown begonnen hat, für wieherndes Gelächter im Saal. Zum Beispiel mit Sprüchen wie: "Früher hieß der Coffee to go noch Thermoskanne und Facebook hieß Poesiealbum." Ein zentrales Thema ist natürlich der moderne Abnehmwahn, das "sexy und geil Sein", wie Diefes es formuliert. "Ich bin ganz normal, und das ist gut so", setzt das Multitalent dagegen und singt von der Lifestyle-Allergie und von grillenden Männern.