Mehr Parkplätze am Tarforster Einkaufszentrum

Mehr Parkplätze am Tarforster Einkaufszentrum

An der Kreuzung Kohlenstraße und Trimmelter Hof sollen neue Parkplätze entstehen. Über die Änderung des Bebauungsplans hat der Ortsbeirat Tarforst auf seiner jüngsten Sitzung diskutiert. Außerdem ist der chinesische Xiamen-Garten, wie bereits in Kürenz, Thema gewesen.

Trier-Tarforst. Die Verwaltungsmitarbeiterin Christiane Schwarz hat die geplante Änderung im Bebauungsplan "Östlich Olbeschgraben" auf der vergangenen Sitzung des Ortsbeirats Tarforst erläutert. Kernpunkt ist, das bislang brachliegende Gelände an der Kreuzung Kohlenstraße und Trimmelter Hof auf der Gemarkung Tarforst zukünftig nur noch für Stellplätze für das angrenzende Einkaufszentrum zuzulassen. Über Grenzen herausragende Gebäude, die Nachbargrundstücke blockieren könnten, sogenannte überbaute Grundstücke, sollen damit entfallen. Und: Werbeflächen sollten nur für die ansässigen Betriebe möglich sein. Alle 15 Ratsmitglieder stimmten für diese Vorschläge. Besucher des Einkaufszentrums würden von dieser Maßnahme profitieren. Je nach Ausgestaltung könnten bis zu einhundert Parkflächen entstehen.
Außerdem haben die Ratsmitglieder über den Xiamen-Garten diskutiert: Eigentlich können sich die Tarforster mit einem Xiamen-Garten als Ausdruck bester Beziehungen mit der gleichnamigen chinesischen Partnerstadt von Trier durchaus anfreunden. Die für den Garten vorgesehene Fläche liegt auf Tarforster Gebiet. Den Knackpunkt dabei arbeiteten die Ratsmitglieder aber schnell heraus: Wenn die Stadt - wie vorgesehen - einen Zuschuss von 90 000 Euro dafür aufbringen will, so sei dies ihre Sache. Bevor es aber zu konkreten Schritten komme, müsse der finanzielle Beitrag der Stadt ein für und allemal geklärt sein. Dieser Forderung von Josef Willems (CDU) schlossen sich alle Räte an, einschließlich Ortsvorsteher Werner Gorges (CDU).
Ein weiterer Punkt, den der Ortsbeirat geklärt haben will, sind die Folgekosten von jährlich 26 000 Euro (der TV berichtete). Eine Art "Pflichtbeteiligung" schloss der Ortsbeirat für sich jedenfalls aus. Leonore Hardes ging noch weiter: Vor dem Hintergrund der finanziellen Situation der Stadt kritisierte die FWG-Ratsfrau das Projekt in Gänze. Für Detlef Schieben (SPD) hingegen stand fest, das Geschenk aus China auf gar keinen Fall abzulehnen, zu groß sei der für Trier und Tarforst entstehende Bereicherungseffekt mit dem Garten. Mit seinem Ja (14 Stimmen dafür, eine dagegen) einher ging der Vorschlag des Rates, den Garten an das Wanderwegenetz, etwa den Saar-Hunsrück-Steig, anzubinden. Zudem böte sich an, den chinesischen Garten mit den Partnergärten auf dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau zu vermarkten.
Auf ein äußerst positives Echo stießen die Erläuterungen von Ortsvorsteher Gorges zu den Aktivitäten der Arbeitsgruppe "Hunde, Landwirtschaft und Tourismus" mit folgenden Vorschlägen: Erstens: Es sollen nicht nur weitere Mülleimer im Außengelände aufgestellt werden, sondern sollen diese auch in entsprechenden Abständen geleert werden. Zweitens: Ein aufklärender Flyer für ein gutes Miteinander soll herausgegeben werden. Und drittens: Hinweisschilder an Wanderwegen mit Verhaltensregeln für Hundehalter sollen angebracht werden. Sollten für den Druck des Flyers keine Sponsoren gefunden werden, erklärte sich der Rat bereit, diese Kosten zu übernehmen.
Extra

Laut Ortsvorsteher Werner Gorges ist das Grünflächenamt zuständig, um Verunreinigungen im öffentlichen Bereich der Tarforster Haupteinfahrt zu beseitigen. Das Amt sei in den vergangenen Wochen tätig gewesen. Am Rundweg soll teils Hausmüll entsorgt werden. Der Ortsvorsteher greift den Hinweis auf. Verschmutzungen seien ebenfalls auf einer Fläche oberhalb des Friedhofs Richtung Benningerhof festgestellt worden. Am Samstag, 11. April, soll eine Müll-Sammelaktion "geführte Hundewanderung" stattfinden, an dem auch Mitglieder der Hunde AG teilnehmen wollen. Hundebesitzer und Nichthundebesitzer sollten daran teilnehmen, um gemeinsam auf Missstände hinzuweisen. LH