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Radweg hat Priorität: Ruwerer Rat diskutiert über Mobilitätskonzept

Ruwer-Eitelsbach. Im Mittelpunkt der Sitzung des Ortsbeirats Ruwer-Eitelsbach haben Verkehrsthemen gestanden. Der Ruwer-Hochwald-Radweg soll 2013 verlängert werden. Zukunftsmusik bleibt ein Autobahnanschluss für den Stadtteil. Für kontroverse Diskussionen sorgte ein neuer Brief vom Ortsbeirat Heiligkreuz.

Ruwer-Eitelsbach. Das Mobilitätskonzept Trier 2025 der Stadtverwaltung war Thema in der Sitzung des Ortsbeirats Ruwer-Eitelsbach. Der Stadtteil ist in zwei Punkten direkt durch das Verkehrskonzept betroffen: Einerseits soll der Ruwer-Hochwald-Radweg auf der Trasse der ehemaligen Ruwertalbahn bis zum ehemaligen Bahnübergang der Ruwerer Straße verlängert werden. Dort soll er an die Straße Am Grüneberg anschließen. Die Planungen für den Ausbau des Radwegs wurden mit hoher Priorität in das Mobilitätskonzept übernommen, die Bauarbeiten sollen 2013 beginnen.
Das Mobilitätskonzept umfasst andererseits in den langfristigen Planungen einen möglichen Anschluss Ruwers an die Autobahn A 602. Wahrscheinlicher ist jedoch ein Anschluss des Industriegebiets Trier-Nord an die Autobahn. Da der Autobahnausbau jedoch zu den Kompetenzen des Bundes zählt, bezeichnet ein Ortsbeiratsmitglied den Anschluss als "Wunschkonzert". Der Ortsbeirat Ruwer-Eitelsbach stimmte den Plänen des Mobilitätskonzepts Trier 2025 bei einer Enthaltung zu. Für Diskussionen im Rat sorgte eine Einladung aus Heiligkreuz: Dessen Ortsbeirat will in einer gemeinsamen Sitzung von Ratsmitgliedern aus allen Stadtteilen Möglichkeiten zur Stärkung der Ortsbeiräte diskutieren. Das Treffen soll am 23. Januar 2013 sein. Der Ortsbeirat Heiligkreuz hatte im August in einem offenen Brief die Bevormundung der Ortsbeiräte durch Stadtverwaltung und Stadtrat beklagt (der TV berichtete). Im Ortsbeirat Ruwer ist das Meinungsbild über den Vorstoß aus Heiligkreuz gespalten. Einige Mitglieder unterstützen das Vorhaben; andere Mitglieder sehen die Beteiligung der Ortsbeiräte dagegen als ausreichend an und kritisieren den "Brandbrief".
Ruwers Ortsvorsteherin Monika Thenot (CDU) findet gemäßigte Worte: "In der Regel wird auf die Ortsbeiräte gehört. Dass es hier und da einmal hakt, ist normal, aber die Arbeit der Verwaltung funktioniert. Ich als Ortsvorsteherin in Ruwer kann mich nicht beschweren." Ein wichtiges Anliegen für die Zukunft sei, dass den Ortsbeiräten genügend Zeit zur Bearbeitung von Verwaltungsvorlagen eingeräumt werde, sagte Thenot mit Blick auf den Heiligkreuzer Vorstoß.
Der Ortsbeirat Ruwer-Eitelsbach bewilligte aus seinem Budget 1500 Euro für die Anschaffung neuer Heizkörper im Proberaum des Musikvereins sowie einen Zuschuss von 500 Euro für Tore beim Kinder-Fußballtraining des SV Ruwer. maw