STIMMEN ZUM SÜDBAD

SUSANNE BULL, Sprecherin des sich in der Gründung befindenden Fördervereins Südbad: "Wir treten ganz klar für die Erhaltung des Südbads in seiner jetzigen Form ein - mit dem charakteristischen und beliebten Sprungturm."RÜDIGER RAULS, Sprecher der Bürgerinitiative "Rettet das Südbad": "Wenn alles so bleiben würde mit zuverlässig funktionierender Technik, dann wäre das schon gut. Wir wollen kein High-Tech-Bad, aber ein besser beheiztes Nichtschwimmerbecken wäre toll."

GERD DAHM, Stadtrat B90/Die Grünen: "Eine Komplett-Sanierung ist eine Riesen-Chance - ein externer Konzept-Spezialist könnte ganz neue Ideen einbringen bei Betreibung, Bewirtung und Nutzung. Müssen Zehn-Meter-Turm und 50-Meter-Bahnen unbedingt sein oder gibt es andere Möglichkeiten, das Bad attraktiv zu gestalten?"

MANFRED MAXIMINI, UBM-Fraktionsvorsitzender: "Wir sind für eine Sanierung des Vorhandenen. Überlegungen, das Bad in ein Naturbad umzuwandeln, würden die dringend erforderliche Sanierung wieder verzögern. Mit Badebeginn 2006 muss ein funktionsfähiges Schönwetterbad mit Funktionen als Familienbad garantiert sein."

THOMAS EGGER, FDP-Fraktionsvorsitzender: "Die 22 000 Menschen haben nicht für einen Neugestaltung, sondern für die Erhaltung des Südbads unterschrieben. Über eine Wasserflächenverkleinerung, den Zehn-Meter-Turm und spätere Betreibungs- und Nutzungskonzepte kann diskutiert werden. Wichtig ist eine gute Planung, damit genau analysiert werden kann, was die Sanierung später kostet."

BERTRAND ADAMS, CDU-Franktionsvorsitzender: "Keine reine Sanierung des Ist-Bestandes ist gefragt, sondern eine Modernisierung! Wie diese aussehen soll, muss diskutiert werden. Wer springt schon vom Zehn-Meter-Turm? Familien wollen Wasserrutschen und keine Wettkampfbahnen. Riesen-Wasserflächen und große Wassertiefen bedeuten auch hohe Betriebskosten."

FRIEDEL JAEGER, SPD-Fraktionsvorsitzender: "Grundsätzlich sollte im Bestand überplant und saniert werden. Für den späteren Betrieb kommen Änderungen in Frage, da gibt es bundesweit interessante Modelle, zum Beispiel unter Einbeziehung von Fördervereinen. So könnten Kosten gesenkt werden." (woc)