Stundenlang stromlos

Licht aus: Ein Defekt an einem Mastschalter des Stromversorgers RWE auf der Gemarkung Heidenburg führte am gestrigen Montagvormittag gegen 9.32 Uhr zu einem teilweise mehrstündigen Stromausfall in einigen Hunsrück- und Moselgemeinden. Der Stromversorger geht von einer Spätfolge eines Gewitters aus.

Fell/Trier. (kat) "Wir können die Wurst weder abwiegen noch schneiden", sagte eine Verkäuferin in der Metzgerei in Fell.

Die komplette Elektrizität streikte. Auch nebenan in der Bäckerei ging plötzlich das Licht aus, und die Kunden mussten etwa auf den Brotschneide-Service verzichten. In vielen Haushalten blieben zur Mittagszeit die Küchen kalt.

Defekter Mastschalter als Ursache



Der Grund: Ein Defekt an einem Mastschalter auf der Gemarkung Heidenburg hatte einen Stromausfall verursacht.

"Da sich der Mast zwischen zwei Umspannanlagen befindet, wirkte sich der Fehler in beide Richtungen aus", sagte Rolf Lorig, RWE-Pressesprecher.

Das wiederum führte in den Umspannanlagen Thalfang und Detzem zu Folgefehlern, die die Stromausfälle verursachten.

Experten vermuten Blitz-Einschlag



Betroffen waren Thalfang, Lückenburg, Neunkirchen, Talling, Heidenburg, Büdlich, Baesch, Hilscheid, Dhronecken, Malborn, Pölich, Mehring, Lörsch, Longen, Riol, Fastrau, Fell, Schleich, Ensch und Bekond. "Nachdem die Monteure der RWE Rhein-Ruhr die Schadenstelle lokalisiert hatten, konnte unverzüglich mit der Reparatur begonnen werden", berichtete Lorig.

Die Stromversorgung wurde in den einzelnen Ortschaften nach und nach wieder aufgebaut.

Erste Untersuchungen des Mastschalters ließen den Schluss zu, dass in der vergangenen Woche ein Blitz in den Mast eingeschlagen sei. "Dabei wurde der Schalter so weit vorgeschädigt, dass er erst jetzt mit zeitlicher Verzögerung kaputtgegangen ist", sagte der RWE-Pressesprecher.