Tarforster lehnen potenzielle Baugebiete ab

Tarforster lehnen potenzielle Baugebiete ab

Geht es nach dem Willen des Tarforster Ortsbeirats, wird es im Flächennutzungsplan 2025 der Stadt Trier keine neuen Siedlungsflächen in Alt-Tarforst geben. Ausschlaggebend dafür war unter anderem die Verkehrssituation.

Trier-Tarforst. Das Thema bewegt Tarforst. Knapp 50 Bürger sind bei der jüngsten Ortsbeiratssitzung ins Funktionsgebäude am Kunstrasenplatz gekommen, um mitanzuhören, wie die Ratsmitglieder den Flächennutzungsplan (FNP) 2025 der Stadt Trier diskutieren. Am Ende des Tagesordnungspunkts steht ein negatives Votum.
Der Rat stimmt dem FNP zwar zu, allerdings nur mit Ausnahme zweier Flächen. "Der Ortsbeirat Trier-Tarforst fordert die Stadt Trier auf, die vom Fachbeirat für Wirtschaft und Arbeitsstätten vorgeschlagenen Bauflächen TA-W-01 und TA-W-02 aus dem Flächennutzungsplan Trier 2025 zu nehmen", heißt es in der Beschlussvorlage.
Kritikpunkt sind zwei der drei im FNP vorgesehenen potenziellen Baugebiete: die 0,85 Hektar große Fläche Am Borngraben (TA-W-02) und die 1,95 Hektar große Fläche Tarforst-Nord (TA-W-01). Insgesamt 55 neue Wohneinheiten könnten dort entstehen.
Seit dem FNP 2020 aus dem Jahr 2007, in dem die Standorte erstmals vorgeschlagen wurden, regte sich unter den Tarforstern Widerstand. Vier Listen mit knapp 500 Unterschriften, die sich gegen die zwei Baugebiete aussprachen, wurden der Stadt Trier seither überreicht. Es haben sich aber auch Interessengruppen gebildet, die die neuen Siedlungsflächen befürworten. Hauptkritikpunkte der Gegner waren damals wie heute das überlastete Kanalsystem, die Zusatzbelastung durch den Verkehr, die Zerstörung der Landschaft und der Verlust von Naherholungsgebieten sowie die Finanzierung von Folgekosten.
Stadtrat entscheidet


Obwohl Heike Defourny vom Stadtplanungsamt Trier die meisten Kritikpunkte bei der Ortsbeiratssitzung entkräftete, konnte sie die Bedenken der Mehrheit der Ratsmitglieder nicht ausräumen. Die unterschiedlichen Meinungen machten auch vor den Fraktionen nicht halt. Während CDU und FDP geschlossen gegen die Aufnahme der Baugebiete stimmten, waren Bernd Konz (SPD) und Marcellus Gehlen senior (FWG) dafür. "Meiner Meinung nach muss man Tarforster Bürgern auch die Möglichkeit geben, in Tarforst zu bauen", sagte Konz. Ähnlich sah es Gehlen, der eine Stadtflucht junger Tarforster befürchtet. Ob die Gebiete in den FNP 2025 aufgenommen werden oder nicht, entscheidet der Trierer Stadtrat bei seiner Sitzung am 18. September.

Der Ortsbeirat Trier-Tarforst bittet die Bürger um Vorschläge zur Verwendung des Ortsteilbudgets 2013/2014. Die Vorschläge können bis spätestens 30. September an folgende E-Mail-Adresse gesendet werden: buergerhaushalt.trier.tarforst@gmail
Extra

Der Tarforster Ortsbeirat hat bekannt gegeben, dass das Schulverwaltungsamt beim FSV Tarforst angefragt hat, ob die Möglichkeit besteht, im Schuljahr 2013/2014 den Besprechungsraum des Funktionsgebäudes an den Vormittagen als Klassenraum für die Grundschule zu nutzen. Sollte im kommenden Schuljahr eine dritte Grundschulklasse gebildet werden, könnte sie dorthin ausweichen. Die endgültige Zahl der Anmeldungen steht erst im Februar 2013 fest. Der Ortsbeirat hat außerdem Sanierungsarbeiten am Sarkbrunnen beschlossen. Die Sanierung wird aus einem Teil des Ortsteilbudgets finanziert. Ein einmaliger Zuschuss in Höhe von 1700 Euro vergibt der Ortsbeirat an die Jugendarbeit des Trimmelter Sportvereins. fas