In Waldrach naht das nächste Straßenbauprojekt

In Waldrach naht das nächste Straßenbauprojekt

Die Anwohner der Feller Straße und des Zuckerbergs müssen sich im kommenden Jahr auf die nächste Großbaustelle in Waldrach einstellen. Dann werden dort Kanäle erneuert und die Fahrbahnen ausgebaut. Pläne dazu hat das zuständige Ingenieurbüro jetzt erstmals öffentlich präsentiert.

Waldrach. Die Bauarbeiten in der Oberen Kirchstraße in Waldrach sind noch in vollem Gange, da wirft schon das nächste Straßenbauprojekt seine Schatten voraus. In der Feller Straße und in der Straße Zuckerberg soll ab 2013 die Fahrbahn erneuert und ausgebaut werden. Erste Pläne dafür hat Manfred Bach vom Trierer Ingenieurbüro Bach jetzt dem Gemeinderat vorgestellt. Zur Fragestunde waren auch rund 25 Anwohner der betroffenen Straßen in den Rathaussaal gekommen. Die Ortsgemeinde wolle "Synergieeffekte" erzielen, da die Verbandsgemeindewerke gleichzeitig in beiden Straßen Wasser- und Abwasserkanäle erneuern, erläuterte Ortsbürgermeister Heinfried Carduck den Zeitpunkt des Ausbaus. Auf rund 540 Metern der Feller Straße und 360 Metern am Zuckerberg werden die Baufahrzeuge 2013 zu Werke gehen.
Anders als in der Kirchstraße ist bei dem Projekt diesmal kein Gehweg geplant. "Dafür ist dort schlicht kein Platz", erklärte Planer Bach. Die Feller Straße sei an ihren engsten Stellen 4,30 Meter breit - dies reiche gerade für einen reibungslosen Autoverkehr. Zur Entwässerung ist laut Bach an beiden Straßenseiten eine überfahrbare Rinne geplant. Den Vorschlag eines Anwohners, nur eine Rinne in die Straßenmitte zu legen, wies Bach zurück. Dies gefährde die Stabilität der gesamten Straßenkonstruktion. Die Anregung von Ratsmitglied Hans-Jürgen Prümm (FWG), die Fahrbahn zu neigen und nur eine Rinne zu bauen, will der Planer aber prüfen. Probleme könnten laut Bach einige Mauern am Straßenrand bereiten, für deren "Standfestigkeit" er nicht garantieren könne. Ob die Bauwerke gefährdet seien, müssten Gutachter prüfen. Die Gemeinde sollte überlegen, "die ein oder andere Mauer gleich mit auszuschreiben", um Gutachterkosten zu sparen.
Einige Anwohner erkundigten sich nach einer möglichen Verkehrsberuhigung im oberen Abschnitt der Feller Straße. Dort werde "richtig gerannt" klagte eine Frau über die Autofahrer, die dort vom Weinberg Richtung Ortsmitte unterwegs sind. Bach gab zu bedenken: "Wer den Verkehr beruhigen will, muss ihn massiv behindern." Als Kompromiss soll daher zunächst ein Geschwindigkeits-Messgerät aufgestellt werden.
Den Beginn der Bauarbeiten schätzt Bach auf die erste Jahreshälfte 2013 - "wenn alles gut geht". Zu den Kosten könne er zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts sagen. Die VG-Werke werden einen Anteil übernehmen, die Ortsgemeinde zwischen 35 und 40 Prozent. Den Rest tragen die Anwohner. Details sollen bei zwei geplanten Bürgerversammlungen kommuniziert werden. cweb