Volle Konzentration

TRIER. (fi) Violinen-, Flöten- und Klavierklänge in der Aula des Trierer Hindenburg-Gymnasiums: Mit insgesamt 16 Darbietungen von 25 Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums wartete der Kammermusikabend auf. Dabei zeigten Jungen und Mädchen aller Jahrgansstufen ein reichhaltiges Programm von klassischen Sonaten bis zu Jazzrhythmen.

"Diese Veranstaltung machen die Schüler privat", erläutert Andreas Wagner, Organisator des Kammermusikabends. Sicher seien viele in Musikvereinen. Doch die Stücke für diesen Abend hätten sie mehr oder weniger alleine und privat vorbereitet. Dies bestätigt auch Schulleiter Bernhard Bremm. "Wir möchten hier auch unseren Schülern ein Forum bieten." Die vertraute Umgebung der Schule machte es ein wenig einfacher, die Erwartungen zu erfüllen. Genauso breit wie die Altersstreuung war auch das Spektrum der vorgetragenen Werke. Musik aus dem Film "Schindlers Liste" fand ebenso Gehör wie Werke von Antonio Vivaldi, Grieg oder jüdische Klezmermusik. Thomas Berg, Schüler der zwölften Klasse und Mitglied der Jazz-Combo, die den Kammermusikabend beschloss, meinte, dass eine solche Veranstaltung eine der wenigen Gelegenheiten sei, auch jüngeren Leuten klassische Musik näher zu bringen. "Da gibt es sonst nicht so viele Chancen", erläuterte er weiter, "denn gerade bei Klassik denken die meisten in meinem Alter an ältere Zuhörer." Viele der Teilnehmer wollen nächstes Jahr wieder dabei sein, so zum Beispiel Eva Goetz aus der zehnten Klasse. Zusammen mit Sarah Seelbach, Claudia Hensch und Eva Maria Becker hatte sie die "Suite Barometrique" für Querflöte von Claude Henri Joubert einstudiert. "Das Schöne ist, dass man auch immer die Fortschritte der anderen sehen kann."

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