Wird Riol gewinnen?

RIOL. Spannung an der Mosel: Die letzte Runde im Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" ist eingeläutet: Zwei Stunden lang nahm die Landeskommission Riol unter die Lupe. Jetzt heißt es Daumen drücken.

Langsam lichtet sich der Nebel. Die Sonne strahlt vom blauen Himmel und Riol zeigt sich von seiner schönsten Seite. Nach der erfolgreichen Teilnahme an den Vorrunden auf Kreis- und Gebietsebene war nun die Landeskommission nach Riol gekommen, um die besten Gemeinden im Dorfentwicklungswettbewerb zu ermitteln. Gutes soziales Klima im Dorf

Nach einem herzlichen Willkommensgruß durch Ortsbürgermeister Arnold Schmitt präsentierte die Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins, Christel Egner-Duppich in mittlerweile souveräner Manier den Ort via Powerpoint-Präsentation im "Rioler Rathaus". Mit dabei: Landrat Günther Schartz und zahlreiche Bürger. Nach der Vorführung ging es nach draußen. Mit einem Kleinbus und zu Fuß führte Arnold Schmitt die Kommission und die Bürger zu Riols schönsten und entwicklungsfähigsten Stellen: zum entstehenden Freizeitsee, dessen Bau täglich voranschreitet, ins Neubaugebiet "Hinter Difenis", vorbei am Rosen-Wander-Weg, zum beliebten Klettersteig, zum Dorfladen "Marias Lädchen" und in den Beatkeller, dem Reich der Rioler Jugend. "Riol ist ein Dorf, in dem sich in den vergangenen Jahren sehr viel getan hat", resümierte Kommissionsleiter Heribert Gröber am Ende der Besichtigungstour. "Und das nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Realität", fügte er hinzu. Das sehe und spüre man an allen Ecken. Spürbar sei auch das gute soziale Klima im Ort. Der "Freizeitsee", der am Rioler Moselufer entsteht, sei ein ehrgeiziges und anspruchsvolles Vorhaben. "Sie sollten sich hüten, sich ein Disneyland vor die Haustür zu legen. Passen Sie auf, was dort passiert, dann wird es eine schöne Sache", sagte Heribert Gröber. Der Kommissionsleiter sprach von außerordentlichen Bemühungen und riet den Riolern: "Fahren Sie auf dem eingeschlagenen Weg fort." Insgesamt waren 262 Bewerber auf Kreisebene an den Start gegangen, davon 173 in der Hauptklasse und 89 in der Sonderklasse. In der Landeskommission sind neben dem Ministerium und den nachgeordneten Behörden auch das Landesamt für Umweltschutz und Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz, der Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz, die Architektenkammer Rheinland-Pfalz, die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz und die Arbeitsgemeinschaft der LandFrauenverbände Rheinland-Pfalz vertreten. Ob der Moselort gegenüber seinen Mitbewerbern bestehen kann, entscheidet sich heute: Wirtschaftsminister Hendrik Hering verkündet unmittelbar nach der Entscheidung der Landeskommission die Ergebnisse des Landesfinales 2006. Die Siegergemeinden werden am 3. November im Rahmen einer Feierstunde im Kurfürstlichen Schloss in Mainz geehrt. Ob Riol nach Mainz fahren wird, lesen Sie morgen im Trierischen Volksfreund.