| 20:36 Uhr

Blaue Stunde in Trier

Die blaue Markierung am Hinweisschild macht klar: Autofahrer wie Frank Eck aus Nennig dürfen in der Theodor-Heuss-Allee maximal eine Stunde parken.TV-Foto: Dorothee Quaré
Die blaue Markierung am Hinweisschild macht klar: Autofahrer wie Frank Eck aus Nennig dürfen in der Theodor-Heuss-Allee maximal eine Stunde parken.TV-Foto: Dorothee Quaré
Trier. Grün, blau, rot oder gelb: Die Hinweisschilder an den Trierer Parkscheinautomaten sind mit farbigen Markierungen versehen worden. Sie zeigen die maximale Parkdauer in den Straßen an. Dorothee Quaré

Trier. Wer bei Grün parkt, muss sich beeilen. Bei Blau ist immerhin eine Stunde Zeit, bei Gelb sind es sogar zwei: Neue farbige Markierungen an den Hinweisschildern zu Parkscheinautomaten informieren Autofahrer in Trier über die maximal erlaubte Parkzeit. Diese ist seit Jahresanfang im Rahmen des Parkraumkonzepts neu gestaffelt worden. In Zukunft soll auf den Hinweisschildern auch der Weg zum nächstgelegenen - preisgünstigeren - Parkhaus gewiesen werden.
"Ziel ist es unter anderem, dass Langzeitparker verstärkt die Parkhäuser und Tiefgaragen nutzen und der Parksuchverkehr minimiert wird. Parkplätze am Straßenrand sollen nicht durch quartiersfremde Dauerparker blockiert werden", informiert Ralf Frühauf, Pressesprecher der Stadt Trier. Der Parkraum solle, je nach Art der Nutzungen in der jeweiligen Straße, entweder den Kunden der dort ansässigen Geschäfte für kurze Erledigungen oder aber den Bewohnern der jeweiligen Straßenzüge und deren Besuchern zur Verfügung stehen.
Stadt hat nachträglich korrigiert


Die farbigen Markierungen sind ein weiteres Kapitel in der Geschichte des Parkraumkonzepts: Die neuen Staffelungen der Parkzeiten waren am Jahresanfang auf massive Kritik bei den Bürgern gestoßen (der TV berichtete). Vor allem an Straßen abseits von Parkhäusern wie etwa der Brücken- und Karl-Marx-Straße mit Nebenstraßen, aber auch in der Theodor-Heuss-Allee und der Saarstraße wurde die kurze Maximalparkzeit kritisiert. "Grundsätzlich wurde am vom Stadtrat beschlossenen Konzept festgehalten", teilt Ralf Frühauf dazu mit.
Vereinzelt seien unbeabsichtigte Härten korrigiert worden, etwa in der Merianstraße: Auf dem unmittelbar benachbarten Parkplatz in der Lindenstraße durfte man zwei Stunden parken, in der Merianstraße nur eine. Nun sind es zwei.
In der Brückenstraße darf man nach wie vor 30 Minuten parken, in der Theodor-Heuss-Allee und dem oberen Bereich der Saarstraße eine Stunde.
"Katastrophe", sagen zwei Passanten spontan zum Thema Parken in Trier. "Wenn ich kurz in die Apotheke muss, zahle ich 80 Cent Parkgebühr", beschwert sich ein Besucher aus Farschweiler. "Die Parkgebühren sind ein Grund, warum ich eher nach Hermeskeil oder Schweich fahre." Ein Passant aus Arenrath bei Wittlich stimmt zu: "Das Parken in Trier finde ich problematisch, die Parkhäuser sind teuer."
Extra

Grüne Markierung: bis zu 30 Minuten (in Straßen mit Einzelhandel). Blaue Markierung: bis zu einer Stunde (in Straßen ohne Einzelhandel). Rote Markierung: bis zu zwei Stunden (auf großflächigen Parkplätzen). Gelbe Markierung: bis zu vier Stunden (weiter außerhalb des Alleenrings). Schwarze Markierung: Parkplätze für Busse oder Motorräder. Das Parken kostet 1,60 Euro pro Stunde innerhalb des Alleenrings. In den sieben Parkhäusern der Stadtwerke kostet es 1,50 Euro pro Stunde. In Trier-Nord und Trier-Süd, weiter entfernt von der Innenstadt, kann preisgünstiger bis zu vier Stunden oder sogar den ganzen Tag geparkt werden - etwa auf den Parkplätzen an der Abtei St. Matthias, im Bereich Spitzmühle und bei der ehemaligen Kabinenbahn. Ein bei der City-Initiative und der Tourist-Information erhältliches Faltblatt informiert über alle Parkmöglichkeiten in der Trierer Innenstadt. DQ