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Mittelalter am 1. Advent

Den Frankenturm im Blick: Das Interesse an Besichtigungen des Denkmals ist gewaltig. Den nächsten Tag der offenen Tür plant die Trier-Gesellschaft für den 1. Advent. Foto: Roland Morgen
Den Frankenturm im Blick: Das Interesse an Besichtigungen des Denkmals ist gewaltig. Den nächsten Tag der offenen Tür plant die Trier-Gesellschaft für den 1. Advent. Foto: Roland Morgen
TRIER. Frohe Kunde für Frankenturm-Fans: Die Trier-Gesellschaft will das Mittelalter-Denkmal am 1. Advent (27. November) erneut für Besichtigungen öffnen. Musikalische Unterstützung für das Frankenturm-Projekt kommt von der Leiendecker-Bloas und Thomas Kießling. ARRAY(0x22285b0a0)

Mehr als 2000 Menschen haben am 10. und 11. September den Frankenturm gestürmt. Das Interesse, das verschlossene Gemäuer zu besichtigen, ist aber weiterhin ungebrochen. Viele Trierer fragen, ob es denn wieder einen Tag der offenen Tür gibt. Klar, den gibt es. Und weil die Nachfrage so groß ist, auch schon wesentlich früher als zunächst vorgesehen. Ursprünglich wollte die Trier-Gesellschaft zum Start ihrer Frankenturm-Tombola (29. April) wieder Führungen im und um den Turm herum anbieten. Aber: "So lange wollen wir die Leute nicht warten lassen. Die vielen Nachfragen und die positive Resonanz auf unsere Initiative haben uns dazu bewogen, bereits am 1. Advent wieder in den Turm einzuladen", kündigt der Vereinsvorsitzende Gert Burscheid an. Dann ist erneut großer Andrang programmiert. Die Tour zum Turm lässt sich gut mit einem Einkaufsbummel in der City kombinieren, denn der 27. November ist der (nach dem Mantelsonntag am 30. Oktober) vierte und letzte verkaufsoffene Sonntag des Jahres in Trier. Die Besucher können sich gleich vor Ort über das Vorhaben der Trier-Gesellschaft informieren: Der 1982 gegründete Denkmalrettungs-Verein konzentriert seine Aktivitäten derzeit ganz auf den mittelalterlichen Wohnturm in der Dietrichstraße und will ihn mit einem behutsamen Innenausbau barrierefrei zugänglich machen. Dazu werden noch rund 130 000 Euro benötigt. Der Trierische Volksfreund unterstützt die Initiative, "den Trierern ihren Frankenturm zurückzugeben", mit einer Benefiz-Aktion. Das gemeinsame Projekt von TV und Trier-Gesellschaft stößt auf große Hilfsbereitschaft. Benefiz-Konzert in der Tufa

Die Leiendecker-Bloas und Tenor Thomas Kießling planen ein "Frankenturm-Lied", das sie bei einem Benefiz-Konzert in der Tuchfabrik präsentieren wollen. Termin: voraussichtlich 7. oder 21. Januar. Außer Kießling und der Bloas werden noch weitere Musiker auftreten. Der Erlös aus dem Ticketverkauf fließt ins Frankenturm-Projekt. Die Macher des Anfang November erscheinenden neuen "Trier"-Bildbandes (Verlag Michael Weyand; 14,90 Euro) stiften von jedem verkauften Buch einen Euro. Künstler wie Walter Liederschmitt und die Tanzgruppe Sehrazat wollen sich bei passender Gelegenheit in den Dienst der guten Sache stellen. Und der Start der Frankenturm-Tombola (Losverkauf auf dem Hauptmarkt vom 29. April bis Ende Juni) soll mit kräftiger Promi-Assistenz und Live-Musik (unter anderem der Hat-Boys) über die Bühne gehen. Zudem natürlich mit einem Tag der offenen Frankenturm-Tür. Auch am 1. Advent soll es - wie am 10./11. September - neben Führungen im und um das Mittelalter-Gemäuer wieder ein Rahmenprogramm geben. Winterliche Witterung fürchten die Aktivisten von der Trier-Gesellschaft nicht. "Wenn es kalt ist, kann man die Frankenturm-Becher auf ihre Glühwein-Tauglichkeit testen", scherzt Schatzmeister Karlheinz Scheurer.