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St.-Maximin-Hauptschule im Wandel

Rektor Guido Müller geht in den Ruhestand. Bei seiner Verabschiedung geben ihm seine Schüler die besten Wünsche mit auf den Weg. TV-Foto: SEBASTIAN KLIPP
Rektor Guido Müller geht in den Ruhestand. Bei seiner Verabschiedung geben ihm seine Schüler die besten Wünsche mit auf den Weg. TV-Foto: SEBASTIAN KLIPP
Trier. In einem Festakt in der ehemaligen Abteikirche St. Maximin ist Rektor Guido Müller in den Ruhestand entlassen worden. In einer mehrstündigen Feier wurde auch die Zukunft der Schule verkündet. Aus der St.-Maximin-Hauptschule wird im kommenden Schuljahr eine Regionalschule plus. Sebastian Klipp

Trier. Eigentlich hätte Guido Müller schon im vergangenen Jahr das Zepter an seinen Nachfolger abtreten sollen. Doch die Planungsarbeiten für die Umstellung der St.-Maximin-Hauptschule zur Realschule plus verlangten, dass Guido Müller eine "wichtige Zugabe" geben musste, wie Wolfgang Müller, Leiter der Abteilung Schule/Hochschule im Bischöflichen Generalvikariat Trier, die einjährige Dienstzeitverlängerung umschreibt.
Einjährige Zugabe


Guido Müller kam nach seinem Staatsexamen 1972 als Lehrer an die St.-Maximin-Hauptschule (damals hieß die Schule noch Konstantin-Hauptschule) und unterrichtete die Fächer Katholische Religion, Arbeitslehre und Sport. 1989 wurde Müller dann zum dritten Rektor der Hauptschule ernannt. Die Schüler verabschieden ihren Rektor mit Schlüsseln, die mit Wünschen beschriftet sind. Ein Schlüssel hat es dem Rektor besonders angetan. "Geduld und Gelassenheit" wünschen ihm die Schüler. Ein Vorsatz, der auf offene Ohren stößt und Guido Müller zur Selbstkritik anregt: "Ich bin ein Mensch gewesen, der vielleicht auch mal zu schnell auf 180 gewesen ist", erklärt der frischgebackene Rentner, bevor er sich nicht davon abbringen lässt, all jenen zu danken, die dennoch ein positives Bild von ihm gezeichnet hätten.
"Ihm liegen besonders die Schüler am Herzen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen", charakterisiert Wolfgang Müller den scheidenden Rektor in seiner Ansprache. So kommt Guido Müller in seiner Schlussrede auch zu seinem persönlichen Resümee: "Nicht die Verwaltung, sondern die Kinder werde ich vermissen!"