Ein Märchen für alle Generationen

Ein Märchen für alle Generationen

Die Burgschauspieler haben mit den Außenproben ihres neuen Stücks begonnen. Im August und September spielen sie eine Fassung des Grimmschen Märchens "König Drosselbart" auf der Löwenburg. Annähernd 70 Kinder und Erwachsene wirken vor und hinter den Kulissen mit.

Gerolstein. (bb) "Eher heirate ich einen Bettler als einen dieser Hohlköpfe." Mit dieser Bemerkung hat die verwöhnte Prinzessin alle bisherigen Bewerber abgewiesen, auch den jungen König Drosselbart. Doch dieser kehrt als Bettler verkleidet auf das Schloss zurück, bekommt die Prinzessin zur Frau und nimmt sie mit in seine kleine Hütte. So viel zum Beginn der Handlung.

Ob der verliebte Drosselbart die Prinzessin tatsächlich von ihrem hohen Ross herunterholt, ihr Mitgefühl für das einfache Volk weckt und sie den Wert der Arbeit schätzen lehrt, wann sie erfährt, wer ihr Ehemann wirklich ist, und ob es am Ende eine königliche Hochzeit gibt, wird nicht verraten. Wohl aber, dass in der Fassung von Regisseur Ernst Krämer den unterschiedlichen Charakteren besonders viel Aufmerksamkeit gewidmet ist: etwa der vom König verlassenen Prinzessinnen-Mutter, dem Hofnarren in seinen Rollen als Ausrufer, Zofenersatz und Spion, dem charmanten Leibdiener Drosselbarts oder den ältlichen, eitlen Heiratskandidaten. "Sie alle liefern sich Dialoge voll Wortwitz und Humor", beschreibt die Burgschauspieler-Vorsitzende Margret Tombers das Stück und verspricht: "Wir spielen ein Märchen, an dem alle Generationen ihre Freude haben werden."

Buntes Markttreiben und farbenprächtige Kostüme



Die Löwenburg werde sich in ein märchenhaftes Schloss und einen dunklen Wald voll unheimlicher Gestalten verwandeln, sagt Tombers. Es gebe Szenen mit buntem Markttreiben, in denen Stelzenläufer, Jongleure, Einradfahrer, Seiltänzer, ein Bärendompteur und ein Feuerschlucker ihre Künste zeigten. Neu seien ein Teil der farbenprächtigen Kostüme und ein etwas höherer Bühnenbau, so dass die Zuschauer in den hinteren Reihen besser sehen, erklärt Tombers. Außerdem wirke erstmals eine von Joanna Wisemann-Drewing (Wittlich) ausgebildete Kindertanzgruppe mit.

Wie bei früheren Aufführungen sei die Zusammenarbeit mit dem "Amt für Burgen, Schlösser und Altertümer", den städtischen Gremien und der Burgbesitzerfamilie Aschemann auch dieses Mal sehr gut. Und wie zuvor würden die Burgschauspieler durch den Verein Eifellicht unterstützt, der die Bewirtung bei den Aufführungen übernommen habe.

Die Premiere ist am Samstag, 15. August, 19 Uhr; die weiteren Freilichtaufführungen sind am Samstag, 22. August, und 29. August, jeweils um 19 Uhr, am Sonntag, 23. August, und 30. August, jeweils um 15 Uhr. Die Spielzeit endet mit der Aufführung am Samstag, 5. September, 17 Uhr.

EXTRA Die heutigen "Burgschauspieler Gerolstein e.V." sind aus der seit 1986 agierenden "Laienspielgruppe der Volkshochschule Gerolstein" hervorgegangen. Die Vereinsgründung war im Jahr 1993. "König Drosselbart" ist das zwölfte Stück; zuletzt hatten die Burgschauspieler 2007 mit großem Erfolg die Komödie "Das Wirtshaus im Spessart" aufgeführt. Der jetzige Regisseur Ernst Krämer folgte auf Margret Tombers (2005), Karl-Heinz Schwartz (1990 bis 2003) und Alois Nowatschin (1986/87). Vier Mal repräsentierten die Burgschauspieler den Landkreis Vulkaneifel bei Rheinland-Pfalz-Tagen. Kontakt und Info: Margret Tombers, Telefon 06591/3456 oder 0171/7969194, Fax 06591/982788, E-Mail: margret.tombers@burgschauspieler.de (bb)