Einfach beispielhaft

GEROLSTEIN. (red) Von einer bundesweit einmaligen Unterstützungsaktion profitiert die Eifelkaserne in Gerolstein: Reservisten helfen bei der Bewachung des Gebäudes.

Dass Unterstützung in der Region auch in die andere Richtung gehen kann bewiesen einmal mehr die Reservistenkameradschaften der Eifelregion. Reservisten im Alter zwischen 22 und 64 Jahren unterstützten zum vierten Mal in Folge zwischen Weihnachten und Neujahr das Führungsunterstützungsbataillon 281 bei der Bewachung der Eifelkaserne auf "Windiger Höhe". Zwischen dem 22. Dezember und dem 2. Januar stellten sie genau drei Viertel des benötigten Personals, um auch über die Weihnachtszeit hinweg Sicherheit auf höchstem Niveau zu gewährleisten. Diese bundesweit einmalige Unterstützungsleistung wurde um die Jahreswende 2002/03 ins Leben gerufen, um das Bataillon personell zu entlasten. "Die Gerolsteiner Fernmelder stellen seit Jahren ohne Unterbrechung zwischen 30 und 50 Soldaten für alle Auslandseinsätze der Bundeswehr, deshalb sind wir froh über jede Entlastung im Inland. Da wir im Jahre 2006 zusätzlich noch eine ganze Kompanie nach Afghanistan schicken werden, wird dieser Aspekt noch wichtiger. Dass ein Großteil unserer Soldaten durch diese Unterstützung Weihnachten und Neujahr bei ihren Familien verbringen dürfen, um dort Kraft zu schöpfen, ist etwas ganz Besonderes", erläuterte der Kasernenkommandant Oberstleutnant Knut Wichmann. Mittlerweile ist die Unterstützungsleistung fast schon Tradition geworden und erfreut sich jedes Jahr über größeren Zuspruch seitens der inaktiven Kameraden. Der für die Ausbildung und Durchführung der Reservistenwache verantwortliche Kasernenoffizier Oberleutnant Christoph Bors zeigte sich begeistert über die Einsatzfreude der Kameraden der Reserve. "Das Engagement aller Soldaten, die in der Ausbildung und Wache eingesetzt worden waren, war geradezu beispielhaft. Bemerkenswert war auch die Kameradschaft zwischen aktiven und inaktiven Soldaten. Besonders erstaunlich finde ich, dass es über den gesamten Zeitraum keinen Personalausfall gab." jZum Jahreswechsel 2006/07 wird das Projekt in seine fünfte Wiederholung gehen, so das übereinstimmende Fazit aller Beteiligten.