Maria Hilf feiert Jubiläum

Maria Hilf feiert Jubiläum

Aus einer Initiative wegen des Mangels an Fachkräften in den Pflegeeinrichtungen im Landkreis Vulkaneifel ist vor 20 Jahren die Altenpflegeschule Maria Hilf in der Trägerschaft der Gesellschaft der Katharinenschwestern gegründet worden. Zum Jubiläum wird ab dem 16. September die Ausstellung "Was heißt schon alt?" gezeigt, der Festakt ist am 23. September.

Daun. Warum 20 Jahre feiern und nicht auf das Vierteljahrhundert warten? Auf diese Frage antwortet Hermann-Josef Melchiors, seit 2007 Schulleiter der Pflegeschulen Maria Hilf: "In fünf Jahren wird es diese Schule in dieser Form nicht mehr geben." Eine Umstrukturierung hin zu einer "generalistischen Ausbildung" sei im Gange. Soll heißen: "Was wir auch jetzt schon in der Ausbildung berücksichtigen, nämlich Handlungskompetenzen im Sozialen, Pädagogischen, Medizinischen und Pflegerischen gleichermaßen zu berücksichtigen, wird dann zum allgemeinen Prinzip", erklärt Melchiors. Ausbildungsziel sei dann einzig die Pflegefachfrau/der Pflegefachmann.

Grund zum Feiern hat die Altenpflegeschule allemal. In den zurückliegenden zwei Jahrzehnten sind rund 500 Altenpflegefachkräfte und etwa 200 Altenpflegehelfer ausgebildet worden. Als Auftrag habe die Schule ihnen mit in das Berufsleben gegeben, den alten Menschen möglichst viel Selbstbestimmung, Freiheit und Gewohntes zu ermöglichen und dadurch ihre Lebensqualität zu fördern, betont Hermann-Josef Melchiors.
Aktuell wird die Schule von 100 Auszubildenden in drei Jahrgängen und von einem Jahrgang mit 20 zukünftigen Altenpflegehelfern besucht. "Damit sind wir voll ausgelastet", sagt der Schulleiter, der auch für die vor fast 60 Jahren gegründete Krankenpflegeschule zuständig ist.

An beiden Einrichtungen unterrichten 16 Lehrkräfte sowie mehr als 20 externe Experten als Dozenten. Die Schule kooperiert mit über 40 Pflegeheimen, Sozialstationen und anderen ambulanten Pflegediensten sowie mit fachlich verwandten Institutionen aus den Landkreisen Vulkaneifel, Ahrweiler, Bitburg-Prüm, Cochem-Zell und Bernkastel-Wittlich. Aus der Sorge um den Bestand an Pflegefachkräften war seinerzeit die Altenpflegeschule ins Leben gerufen worden. Von Seiten der Katharinenschwestern seien die damalige Provinzoberin Schwester Philothea und die damalige Krankenhausoberin Schwester Petra maßgeblich an der Gründung der Schule beteiligt gewesen, erzählt Melchiors. Erster Schulleiter war Hermann Molitor aus Kelberg. Der 1996 am St. Matthias-Gymnasium Gerolstein "frisch" pensionierte Oberstudiendirektor leitete die Schule bis 2001; auf ihn folgte Manfred Stumps aus Daun (bis 2007), der heute Direktor der Berufsbildenden Schule Prüm ist. Hermann-Josef Melchiors war seit der ersten Stunde der Schule ihr Fach- und Organisationsleiter. Mit ihm im Schulleitungsteam sind aktuell Tina Spingler und Christian Günther.

Zu den bisherigen vier Ausbildungsgängen (Altenpfleger, Altenpflegehelfer, Gesundheits- und Krankenpfleger, Krankenpflegehelfer) kommt im nächsten Jahr der duale Studiengang "Klinische Pflege" in Kooperation mit der Universität Trier.
"Was heißt schon alt?" - Unter diesem Titel wird zur 20-Jahr-Feier eine Wanderausstellung im Regina-Protmann-Haus in Daun gezeigt. Die Ausstellung kann schon ab dem 16. September besucht werden (bis 3. Oktober). Der Festakt zum Jubiläum ist am 23. September, ebenfalls im Regina-Protmann-Haus. bb