1. Region
  2. Vulkaneifel

Neue Heimat für die Mauersegler

Neue Heimat für die Mauersegler

Mehr als verdoppelt haben sich die Brutmöglichkeiten für Mauersegler an der Grundschule Daun. Der Naturschutzbund brachte 16 weitere Nistkästen an; damit gibt es nun 28 Bruthilfen.

Daun. Die Grundschule (GS) Daun ist nicht nur Bildungseinrichtung, sondern auch Heimat vieler Mauersegler. Damit das so bleibt, gibt es zusätzlich zu den bereits vorhandenen 12 Brutkästen weitere 16. Georg Möhnen und Hans-Peter Felten vom Naturschutzbund (Nabu) Daun sowie Hausmeister Hartmut Remus brachten die vom Nabu finanzierten Kästen an. Das Projekt hat nicht nur den Nutzen des Naturschutzes. Die Schulleitung der Grundschule Daun will den Kindern damit die Möglichkeiten bieten, freilebende Tiere beobachten zu können. Im Gegensatz zu den bisherigen Nisthilfen, in denen jeweils nur ein Vogelpaar brüten kann, ermöglichen die neuen Mauersegler-/Fledermaushäuser jeweils zwei Mauerseglerpaaren das Brüten. Dabei pflegen die Vögel in zwei Stockwerken ihren Nachwuchs. Sie nisten in zwei übereinanderliegenden, voneinander getrennten Brutkammern mit separaten Einfluglöchern. Die Rückwand ist ein wenig vorgesetzt, so dass Fledermäuse zwischen Hauswand und Kasten genügend Platz finden, um den Zwischenraum als Quartier oder Wochenstuben nutzen zu können. Bereits vor einigen Jahren hatte die Kooperation zwischen dem Naturschutzbund und der Grundschule begonnen. Damals wurden zehn Nisthilfen unter dem Dach angebracht. Im Rahmen der Teilnahme der GS am Nabu-Projekt "Mauerseglerschulen in Rheinland-Pfalz" kamen vor zwei Jahren zwei spezielle Kästen hinzu, aus denen Kameras das Brutgeschehen aus den Kästen auf einen im Schulgebäude stehenden Fernsehapparat übertragen. rednabu-mauerseglerschulen.deExtra

Der Mauersegler (Apus apus) ist eine Vogelart aus der Familie der Segler. Mit einer Flügelspannweite von über 40 Zentimetern sind diese Vögel erheblich größer als die in Mitteleuropa heimischen Schwalben. Mauersegler gehen ausschließlich in der Luft auf Jagd nach Insekten und Spinnen, die sie gezielt anfliegen und fangen. Der Mauersegler hält sich hauptsächlich von Anfang Mai bis Anfang August zur Brutzeit in Mitteleuropa auf; seine Winterquartiere liegen in Afrika, vor allem südlich des Äquators. Es gibt nur eine Jahresbrut, aber nach Gelegeverlust oft eine Ersatzbrut. Die Brutdauer variiert zwischen 18 und 25 Tagen (schlechtes Wetter). red . Mauersegler sind Höhlenbrüter an Gebäuden und Felsen, seltener auch in alten Bäumen und Nistkästen. Das flache Nest besteht vor allem aus Halmen, Blättern, Haaren, Federn und ähnlichen leichten Materialien, welche die Mauersegler im Flug aus der Luft aufsammeln und mit ihrem Speichel zusammenkleben. Mauersegler legen meist zwei bis drei weiße, elliptische Eier. Auch die Entwicklungszeit ist abhängig von klimatischen Bedingungen. Nach dem Schlüpfen vergehen in normalen Jahren etwa 41 Tage bis zum Flüggewerden, bei guten Bedingungen nur 37, bei schlechten aber bis zu 56 Tage. Die Geschlechtsreife wird frühestens am Ende des zweiten Lebensjahres erreicht. Mauersegler können bis zu 20 Jahre alt werden.