Senioren machen neue Erfahrungen

Senioren machen neue Erfahrungen

Elf Sicherheitsbeauftragte für Senioren (SfS) aus dem Landkreis Vulkaneifel besuchten Prozesse am Dauner Amtsgericht. Ihre neuen Erfahrungen kommen anderen älteren Bürger zugute.

Daun. (vog) "Es ist spannend und sehr interessant. Irgendwie auch sehr menschlich", meint Karin Moses aus Steinigen. Die SfS-lerin ist zum ersten Mal bei einer Gerichtsverhandlung.

Auch Maria Michels aus Daun ist beeindruckt, nachdem ein Angeklagter wegen Urkundenfälschung und ein weiterer wegen Unterschlagung verurteilt wurden. Ihr Resümee: "Ich werde noch vorsichtiger sein und auch anderen dazu raten." Heribert Tekstra aus Hillesheim gewinnt dem Prozessbesuch viel Positives ab: "Es war lehrreich, interessant und aufklärend."

Oswald Wirtz aus Walsdorf, der bereits seit fünf Jahren als Schöffe am Trierer Landgericht agiert, unterstreicht: "Das Wissen ist wichtig, um an andere Senioren weiterzugeben."

Wichtig ist, dem Zeugen die Angst zu nehmen



Vorsitzender Richter Hans Schrot beantwortet alle Fragen der Senioren-Sicherheitsbeauftragten und gibt Einblicke in seine Arbeit. SfS-Ausbilder und Kriminalhauptkommissar Elmar Esselen vom Trierer Polizeipräsidium begleitet die SfS-Riege aus der Vulkaneifel.

Er sagt: "Der Einblick in die Gerichtsatmosphäre muss erlebt werden, damit die Sicherheitsbeauftragten mitreden können, wenn sie einen Zeugen begleiten. So können sie ihm die Angst nehmen."

Die SfS-ler sind Ansprechpartner für alle älteren Bürger im Landkreis. Sie geben wertvolle Tipps, um sich vor falschen Tricks bei Haustürgeschäften, auf Kaffeefahrten oder beim Geldverkehr zu schützen. Ihre Namen werden in den Amtsblättern der jeweiligen Verbandsgemeinden veröffentlicht.