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Zwei Neue an Jenssens Seite

Zwei Neue an Jenssens Seite

DAUN. Stühlerücken an der Stadtspitze: Zwei neue Beigeordnete sind in der konstituierenden Sitzung des Stadtrats gewählt worden. Otmar Monschauer und Brigitte Porsch haben die Ämter von Robert Lorse und Uli Domenghino übernommen.

Am Donnerstag, 19.11 Uhr, war der erste formale Akt der konstituierenden Sitzung vollzogen: Wolfgang Jenssen wurde zum Stadtbürgermeister ernannt. Der seit 1999 amtierende SPD-Mann konnte verkünden: "Die Stadt Daun hat wieder einen ordentlichen Stadtbürgermeister." Jenssen sagte, der neue Stadtrat habe einiges zu tun in den nächsten Jahren. Er wünsche sich, dass es zum Wohl der Stadt und ihrer Bürger möglichst viele Gemeinsamkeiten in der künftigen Ratsarbeit gebe, was allerdings unterschiedliche Auffassungen in Sachthemen nicht ausschließe. Erste Gemeinsamkeiten wurden schon in der ersten Sitzung offenbar, denn CDU und Wählergruppe Reineke (WGR) hatten sich im Vorfeld geeinigt, ihre jeweiligen Kandidaten bei den Beigeordnetenwahlen zu unterstützen (zusammen haben CDU und WGR 14 der 24 Sitze im Rat). Besonders die WGR legte Wert darauf, im Stadtvorstand vertreten zu sein, da sie in der abgelaufenen Legislaturperiode keine Beigeordneten gestellt hatte. Und das Zweckbündnis hielt: Zum ersten Beigeordneten wurde Otmar Monschauer (CDU) gewählt. Er hat die Nachfolge von Robert Lorse angetreten, der aber weiter im Stadtrat sitzt. Die offenkundige Absprache zwischen CDU und WGR wollte die SPD nicht einfach so durchgehen lassen, sondern mit der Nominierung eines eigenen Kandidaten "Flagge zeigen". So war Uli Domenghino gegen Monschauer angetreten; bei der Wahl des zweiten Beigeordneten stellte sich Manfred Krag gegen die von der WGR vorgeschlagene Brigitte Porsch zur Kampfabstimmung. Aber auch in diesem Wahlgang blieb es für die SPD beim symbolischen Akt, Brigitte Porsch wurde als neue zweite Beigeordnete gewählt und ist damit Nachfolgerin von Uli Domenghino. Johannes Reineke, Listenführer der WGR, erklärte auf Nachfrage des TV , die Vereinbarung mit der CDU beziehe sich nur auf die Beigeordneten-Wahlen, darüber hinaus gebe es keine "Koalition". Unstrittig, weil einstimmig, ging die Wahl des dritten Beigeordneten über die Bühne. Franz Jung, bereits seit 1999 in diesem Amt aktiv, ist für eine weitere Amtszeit gewählt worden.