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Amazon plant Logistikzentrum in Koblenz

Amazon plant Logistikzentrum in Koblenz

Der Online-Händler Amazon wird in Koblenz eines von zwei neuen Logistikzentren bauen. Ein weiteres entsteht in Berlin. Mit Beginn des neuen Jahres sollen Mitarbeiter eingestellt werden.

Koblenz. "Ab Januar werden wir mit der Einstellung von Mitarbeitern aus der Region beginnen", sagte Armin Cossmann, Leiter der deutschen Logistikzentren bei Amazon. Pro Zentrum sollen voraussichtlich rund 1000 langfristige Arbeitsplätze sowie bis zu 2000 saisonale Arbeitsplätze entstehen, so Cossmann. Im dritten Quartal 2012 ist die Eröffnung der Zentren in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg geplant.
Regionales Mitarbeiterpotenzial


Die zentrale Lage in Europa und das sehr gute regionale Potenzial an Mitarbeitern sowie eine gute Anbindung an alle größeren Autobahnen habe die Wahl der Standorte bestimmt, hieß es.
Der weltgrößte Online-Einzelhändler unterhält bereits Logistikzentren in Bad Hersfeld, Graben, Leipzig, Rheinberg und Werne, über die er seine Waren verschickt.
Weltweit beschäftigt das Unternehmen mehr als 51 000 Mitarbeiter. Jedes der neuen Zentren soll eine Größe von rund 110 000 Quadratmetern haben und alle Waren aus dem Sortiment vorhalten.
Gewerkschaft übt Kritik


Amazon hatte einst als erster Online-Buchhändler begonnen, inzwischen bietet der Handelskonzern eine breite Produktpalette.
Auch Waren von Partnerfirmen lagert, verwaltet und verschickt Amazon über seine Logistikzentren.
In Deutschland steht das Unternehmen in der Kritik, weil auch außerhalb der Spitzenzeiten wie dem Weihnachtsgeschäft, zu dem Amazon massiv einstellt, ein Großteil der Beschäftigten nur befristet beschäftigt ist. Der Verdi-Landesbezirk Hessen nennt Amazon auf einer eigens dem Konzern gewidmeten Seite den "Lohndrücker der Branche". Während die Versender Otto und Neckermann faire Löhne nach Tarif bezahlten, halte man bei Amazon scheinbar wenig von gerechter Bezahlung. dpa/RZ
Extra

Amazon ist ein US-amerikanisches Versandhaus, das Bücher, elektronische Bücher, CDs, DVDs, Blu Ray Discs, Musik (MP3-Downloads), Videotechnik, Elektronik und Foto-Artikel, Software, Computer- und Videospiele, Küchen- und Haushaltsgeräte, Haustierbedarf, Sport- und Freizeitartikel, Spielwaren und Babyartikel, Uhren und Schmuck, Bekleidung, Baumarktartikel, Automobilzubehör, Drogerieartikel, Lebensmittel, Zeitschriften und Musikinstrumente verkauft. Über integrierte Verkaufsplattformen können auch Privatpersonen oder andere Unternehmen neue und gebrauchte Produkte anbieten. Unter eigener Marke wird der Amazon Kindle vertrieben, ein Lesegerät für elektronische Bücher. Der Name bezieht sich auf den südamerikanischen Fluss - der Verweis auf den stark verzweigten Strom sollte die mit Hilfe vieler Partner angestrebte Vormachtstellung im Internethandel versinnbildlichen. Quelle: wikipedia