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Wittlich: Fünf Wochen im Ausnahmezustand

Wittlich: Fünf Wochen im Ausnahmezustand

An Nepal hat sie das ganz besonders Fremde gereizt. Für fünf Wochen tauschte Physiotherapeutin Sarah Neumann die Praxen von Bausendorf und Wittlich gegen einen Job im Krankenhaus im Himalaja.

An Nepal hat sie das ganz besonders Fremde gereizt. Für fünf Wochen tauschte Physiotherapeutin Sarah Neumann die Praxen von Bausendorf und Wittlich gegen einen Job im Krankenhaus im Himalaja. Eigentlich liebte Sarah Neumann die gewohnten Bahnen, in denen sich ihr Leben bis dahin abgespielt hatte: Aufgewachsen in Lüxem, besuchte sie das Gymnasium, später die Schule für Krankengymnastik, und seitdem arbeitete sie im Physiotherapie-Betrieb der Eltern mit und baute sich langsam, aber sicher, einen eigenen Standort in Bausendorf auf. Dann jedoch las die 22-Jährige in einer Fachzeitschrift von einer Frau, die eine Zeitlang in Peru arbeitete - und war damit vom Virus des Fernwehs infiziert. „Lange hab ich mit mir gehadert, ob ich mich wirklich trauen soll“, bekennt Sarah. Als es dann im Privatleben wackelte, stand fest: Ich gehe für ein paar Wochen nach Nepal. Den Papierkram hatte Sarah rascher als die meisten erledigt. Die Organisation „one world working“ (oww) half ihr dabei. Der Aufenthalt im Nepal war Sarahs Jahresurlaub und ein paar Tage obendrauf, und sie hat für diese Erfahrung bezahlt: Einen hohen Betrag an oww plus die Flugkosten. Ihre Arbeitskraft hat sie dem Krankenhaus geschenkt.