Narren in Dreis feiern feucht-fröhlich

Karneval : Dreiser Narren feiern feucht-fröhlich

Karnevalisten trotzen Sturm und Regengüssen beim Rosenmontagsumzug.

Selbst Starkregen und Orkanböen können echte Karnevalisten nicht stoppen. Das haben die Narren in Dreis bei ihrem Rosenmontagsumzug eindeutig bewiesen. Der Umzug startete trotz Starkregen  pünktlich um 14.11 Uhr. Prinz Christian I. vom Karnevalsverein Dreis 1976 führte seine Truppe durch das Unwetter bis zum Ziel. Doch nicht nur die aktiven Karnevalisten auf den Motivwagen oder in den Fußgruppen hielten bis zum Schluss durch. Auch die mit Regenschirmen bewaffneten Narren am Wegesrand hielten stand. Das Publikum war trotz dieses Sauwetters beinahe so zahlreich wie im vergangenen Jahr.

So wurde in den Straßen der Eifeler Karnevalsmetropole Dreis wieder mal zünftig Straßenkarneval gefeiert. Die Wikinger mit den langen Rauschebärten, die auf einem Holzschiff durch das Unwetter segelten, wärmten sich innerlich mit stärkenden Getränken, die sie aus abgesägten Kuhhörnern und oder Stubbis genossen.

In Dreis wurde auch eine Fraktion aus China gesichtet, die einen Drachen auf ihrem Wagen zur Schau stellten. Wer unter Zuckermangel litt, dem wurde von der Fußgruppe „Candyshop“ geholfen, die sich in zuckersüße rosa Kostüme gekleidet hatte. Sämtliche Stimmungs- oder Gefühlszustände, die man auf einem Handy eintippen kann, stellte eine als „Emoticons“ verkleidete Fußgruppe dar.

Auch zum Tanz der Vampire wurde beim Umzug in Dreis eingeladen. Zudem waren wieder viele Gruppen aus dem Umland zu Gast. Die Garde und der Elferrat waren auch mit von der Partie. Nur die Musikvereine mussten aufgrund der Regengüsse ihre Teilnahme absagen, was die musikalische Bandbreite etwas geschmälert hat. Nach dem Umzug ging die wilde Party mitten im Dorf im Möhnen-Saloon, wo es im Gegengensatz zu draußen trocken und warm war, bis zum Morgengrauen bei Livemusik und Fassbier weiter. So muss Dreiser Fastnacht sein!

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