Musik: Kung-Fu-Tänzer trifft drogenliebenden Freund vom Zoll - Tausende feiern Festival e-lake in Echternach

Musik : Kung-Fu-Tänzer trifft drogenliebenden Freund vom Zoll - Tausende feiern Festival e-lake in Echternach

Perfektes Wetter, internationale Spitzenmusik und ausgelassene Stimmung bei freiem Eintritt: Das Festival e-lake am Echternacher See hat am Wochenende Tausende begeistert und ist trotzdem familiär geblieben.

Foto: sve sve (sve) ("TV-Upload sve"
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Bunt, laut und gut gelaunt: Beim e-lake wurde am Wochenende gerappt, getanzt, gelacht. Bei freiem Eintritt ließen es sich Zigtausende am Echternacher See gutgehen. Das Festival ist bei Besuchern aus dem Eifel-Mosel-Raum sehr beliebt. TV-Fotos (7): Sven Eisenkrämer. Foto: sve sve (sve) ("TV-Upload sve"
Renaldo Speller, Triers schriller und bekannter „Kung-Fu-Tänzer“ ist auch da. Foto: sve sve (sve) ("TV-Upload sve"
Deutsch-Rapper Bengio aus Fulda fand bei seinem Auftritt einige neue (vor allem weibliche) Fans. Foto: sve sve (sve) ("TV-Upload sve"
Rapper Samy Deluxe von der Formation ASD (Afrob & Samy Deluxe) hatte Besuch vom Zoll. Foto: sve sve (sve) ("TV-Upload sve"

Samy Deluxe, bekannter deutscher Rapper seineszeichens, grüßt auf der Bühne erst mal den luxemburgischen Zoll. Beim Auftritt im Duo ASD (Afrob & Samy Deluxe) am Freitag auf dem dreitägigen Umsonst-und-draußen-Festival am Echternacher See lobt er sarkastisch die fleißigen Beamten der Ländchen-Staatsmacht. Die hätten ihn nämlich am Morgen, als er aufgewacht war, in seinem Bett besucht. "Die wollten mich vergewaltigen, glaube ich. Aber das wollte ich nicht. Da hab' ich gesagt: Hier, ich hab' ein paar Drogen, die könnt ihr haben!" Und dann widmet er den nächsten Song eben den Zöllnern, die Samy am Morgen das Gras weggenommen haben.

Eine Anekdote am Rande des e-lake 2016 - des immer beliebter werdenden, aber dennoch kleinen Festivals direkt hinter der deutsch-luxemburgischen Grenze. Am Wochenende haben Tausende dort gefeiert. Freitags zu Livemusik, Hip-Hop, Funk und mehr. Zum Beispiel mit ASD oder mit der deutsch-französischen Band Irie Révoltés, die Alternative mit Rap, Reggae und Ska verbinden oder mit Heisskalt. Auf zwei Bühnen gaben sich bekannte und weniger bekannte Musiker die Klinke in die Hand.

Die Stimmung: friedlich und ausgelassen. Nur die langen Schlangen an den Bonkassen forderten etwas Geduld von den Besuchern. Und auch wenn der Zoll Samy die Drogen weggenommen hatte, der süßliche Geruch von Marihuana schwebte vor allem am ersten Festivaltag doch sehr deutlich durch die Freizeitanlage am Seeufer.
Drogen, die braucht Renaldo Speller nicht, um aufzufallen. Triers schriller Powerwalker und Kung-Fu-Tänzer (damit trat er auch mal bei der Fernsehsendung "Das Supertalent" auf), fiel am Festivalsamstag bei seinem Besuch - standesgemäß im Superman-T-Shirt und mit Sonnenbrille - natürlich auf. In Trier gehört er zum Stadtbild, hier im Ländchen ist er aber eine merkwürdige Erscheinung, die in der Menge für mehr Aufsehen sorgte als mancher DJ auf der Bühne. Bis sehr tief in die Nacht wurde getanzt. Höhepunkt: das DJ-Set von Paul van Dyk. Den Ausklang am Sonntag gab es mit eher "chilligem" Beisammensein.

Fazit vom Wochenende: Das e-lake ist größer geworden. Programm und Wetter sorgten für einen ordentlichen Besucheransturm. Und trotz vieler Menschen und großer Namen auf der Bühne hat es sich seinen familiären Charakter bewahrt. Es ist ein Höhepunkt im Kalender der Region.
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