Letzte Nachbesserungen

Letzte Nachbesserungen

Die Rheinlandliga stellt sie auf: Personalsorgen plagen zahlreiche Vereine. Außerdem stehen viele Nachholspiele an.

Trier. Noch herrscht Ruhe in der Fußball-Rheinlandliga. Zugegeben eine trügerische, denn schon jetzt wissen viele Vereine, dass ihnen, wenn der Winter denn endlich seine eisige Klammer löst, viele Englische Wochen anstehen. Allein wegen der Nachholspiele.

Es trifft dabei mit der SG Strohn und der SG Kyllburg/Badem/Gindorf zwei Vereine der Region besonders bitter. Erstens, weil sie wegen der geografischen Lage besonders schwierige Trainingsbedingungen haben, zweitens, weil sie gleich drei Mal nachsitzen müssen und drittens, weil sie noch nicht in Sicherheit sind. Letzteres ist im Fall Strohn sogar geschmeichelt, denn das Team aus der Vulkaneifel steht als Schlusslicht mit dem Rücken an der Wand und hat außerdem noch mit Bastian Herdzina, Tobias Baier, Michael Bros und Sebastian Stolz vier langzeitverletzte Stammspieler. Dennoch stimmen die Testspielergebnisse (3:2 gegen Konz, 1:0 gegen Brühl und 4:0 gegen Hermeskeil). Am Samstag gastiert Auw in Strohn. Die Kyllburger, bei denen sich personell nichts getan hat, haben laut Trainer Richard Schneider nur ein Ziel: "So schnell wie möglich unten rauskommen."

Der SV Morbach, der am Samstag mit dem Nachholspiel gegen die Spfr. Neitersen in die Saison starten will (15.30 Uhr) hat personell noch einmal nachgelegt. Patrick Dres von der Trierer Eintracht ist in den Hunsrück gewechselt und macht trotz einer langen Pause nach Angaben von Trainer Arno Michels einen guten Eindruck: "Er wird im offensiven Mittelfeld einen guten Job machen." Den letzten Test gewann Morbach zu Wochenbeginn bei Eintracht Trier II nach 0:2-Rückstand mit 3:2.

Ohne Sorgen ist auch der SV Dörbach nicht, bei dem Timo Esch und Sven Costello (beide nach Knie-OP) noch ausfallen. Die Form scheint aber zu stimmen. 4:0 gewann die Koch-Elf beim Bezirksligisten Buchholz und überprüft die Form noch einmal am Samstag (15.30 Uhr) beim TuS Mosella Schweich. "Alle Mann an Bord mit Ausnahme von David Kees", meldet Trainer Rudi Thömmes für den SV Mehring vor dem Pokalachtelfinale gegen die Spfr. Eisbachtal (Samstag, 14.30 Uhr). Da Kees fehlt ("Er hat sich mit Sascha Apitz einen harten Zweikampf um den Platz zwischen den Pfosten geliefert") wird Apitz das Tor hüten. Mit 5:0 gegen Lüxem und 9:0 gegen Sirzenich stimmen auch die letzten Testergebnisse.

Die renommierteste Nachverpflichtung meldet der FSV Salmrohr mit Dibran Thaqi (Eintracht Trier). "Wir sind im Sturm ja bekanntermaßen etwas dünn besetzt", sagt Trainer Werner Platz, der bisher mit Hans Schulz, Nicolas Hubo und Tim Lames nur drei gelernte Stürmer im Kader hatte. Platz ist überzeugt, dass der 21-Jährige "schwäbische Albaner" mit dazu beiträgt, die Sturmmisere zu beheben. Große Hoffnungen setzt Platz auf die Rückkehr von Alexander Adrian, der seine Schultereckgelenksprengung auskuriert hat. Mit Michael Mayer-Nosbüsch (Bänderriss) und Oliver Thul (Knieprobleme) drohen aber erneut Ausfälle. In den Testspielen gab es fast nur Negativerlebnisse.

Am schlimmsten gebeutelt ist die SG Zell/Bullay-Alf. Da wird auch die Rückkehr von Brian Fechner wenig dran ändern. Sven Miedreich, Wolfgang Göttert, Peter Klaus und Manuel Bausen fallen verletzungsbedingt für unbestimmte Zeit aus.